Mietbarometer 2009: Entwicklung deutscher Mieten
In jedem Jahr haben etliche deutsche Mieter vor einer Erhöhung der Mietpreise Angst. Wo ist diese Angst berechtigt und wo nicht? Wo sind die Mieten im Laufe des letzten Jahres am meisten gestiegen? Um das herauszufinden hat das Immobilienportal immowelt ein Mietbarometer für 2009 im Vergleich zum Jahr 2006 erstellt.
Eines macht der Blick auf die Karte deutlich: Vor allem im Süden und im Norden steigen die Mieten, während sie in der Mitte und im Westen Deutschlands deutlich fallen. Generell kann man eine Faustregel aufstellen: Ist der wirtschaftliche Zustand gleichbleibend stabil, bleiben meist auch die Mieten konstant (grau auf der Karte). Geht es der Region schlecht und/oder ziehen Leute weg, fallen die Mieten (rot). Erlebt die Gegend einen wirtschaftlichen Aufschwung und/oder ziehen mehr Menschen zu, steigen die Mieten (grün). So kann man das Mietbarometer in vielen Fällen auch als Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands betrachten.
Drei Städte im Süden haben in letzter Zeit bei den Mieten besonders angezogen: Ulm (eine Erhöhung um 16%), Fürth (12%) und Nürnberg (11%). Der Norden übertrifft diese Entwicklung dann noch einmal. In Lübeck wurde die Miete im Schnitt um 19% teurer, in Kiel sogar um 22%.
In der Mitte und im Westen Deutschlands fallen dagegen die Mietpreise fast schon ins Bodenlose. Paderborn verlor 11% und Siegen 8%. Den absoluten Rekord beim Mietpreisrückgang hat aber Remscheid in der Region Rhein-Ruhr zu verzeichnen, ganze 28%! Hier kann man also ziemlich günstig wohnen, nur wie gesagt haben diese sinkenden Preise stets auch etwas mit einem gewissen Rückgang der Bevölkerungszahlen bzw. der Wirtschaft zu tun…
Am stabilsten sind dagegen viele Städte in den neuen Bundesländern: Vor allem Leipzig (Mietpreiserhöhung um gerade mal 1%) und die Studentenstadt Jena (3% Steigerung) sind für viele Deutsche daher attraktiv.


