Ölpreis auf Jahreshöchstwert – Dollar günstiger
Der Ölpreis ist in den vergangenen Tagen nahezu auf den höchsten Wert dieses Jahre gestiegen. Als Grund dafür wird die Hoffnung auf eine sich verbessernde Wirtschaftslage genannt. Diese Hoffnung fusst auf weniger schlecht als befürchtet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten aus den USA. Zwar sind letzten Monat erneut rund 500’000 Jobs verloren gegangen, aber die Ziffern der Vormonate waren noch schlechter. So gesehen, reduziert sich die Fallgeschwindigkeit. Ähnlich präsentieren sich andere Wirtschafts-Indikatoren der grössten Volkswirtschaft. General Motors steht vor der Zahlungs-Unfähigkeit und damit weitere 200’000 Angestellte nahe der Arbeitslosigkeit. Der Immobilienmarkt stabilisiert sich auf tiefem Niveau. Ein Teil der grössten Banken des Landes sind auf weitere staatliche Zuschüsse angewiesen. Im Ölmarkt haben die Vorräte der USA den höchsten Stand der letzten 20 Jahre erreicht. Experten der Internationalen Energie-Agentur rechnen für dieses Jahr mit einem Rückgang der weltweiten Ölnachfrage auf den Stand von 2006. Das sind alles Faktoren, welche auf sinkende Ölpreise schliessen lassen. Trotzdem befinden sich diese wieder wie bei früheren Gelegenheiten auf einer Art Ballonfahrt. Erklären lässt sich das eigentlich nur mit neuen spekulativen Mitteln, welche wieder in die Rohwarenmärkte fliessen und den erwähnten Ballon mit warmer Luft prall füllen. Für Schweizer KonsumentInnen hilft allerdings der auf CHF 1.10 gefallene Dollar, den Ölpreis-Anstieg teilweise zu kompensieren.


