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Erheblicher Aufholbedarf bei der betrieblichen Altersvorsorge

So wie es aussieht haben die meisten deutschen Arbeitnehmer in Sachen betrieblicher Altersvorsorge enorme Wissenslücken und nehmen daher viel zu wenig Möglichkeiten wahr. Dies ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, für die mehr als drei Millionen Beschäftigte befragt wurden.

Die meisten Befragten zeigten sich abgeschreckt von der Komplexität des Themas. Das Geld spiele dabei eine weit untergeordnetere Rolle als bisher vermutet. Die meisten gaben an, sich bestimmte Angebote zur Altersvorsorge sehr wohl leisten zu können, jedoch würden sie sich nicht damit befassen, da sie das Gefühl hätten, allgemein keinen genauen Durchblick zu haben. Hier besteht also dringender Nachholbedarf.

Das einfachste System wäre in diesem Fall das aus den USA übernommene Opting-Out. Hierbei nimmt jeder Arbeitnehmer automatisch an einer Form der betrieblichen Altersvorsorge teil, hat jedoch jeder Zeit das Recht die Zahlungen einzustellen. Doch leider bieten diese Möglichkeit nur rund zehn Prozent der deutschen Unternehmen an.

Desweiteren bemängelten die Experten, dass die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland kaum Raum zur Individualisierung lasse. Nur ein einziger Konzern in diesem Land bietet seinen Mitarbeitern eine freie Mitsprache bei der Vermögensaufteilung an. Die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer muss demnach viel mehr in den Vordergrund gerückt werden.

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