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Immer mehr Berufstätige müssen durch ALG II aufstocken

Die Folgen von Hartz IV und der Finanzkrise machen sich für Arbeitnehmer bemerkbar. So sind zum Beispiel immer mehr Berufstätige auf eine zusätzliche Aufstockung durch Arbeitslosengeld II angewiesen.

Allein im vergangenen Jahr mussten 1,325 Millionen deutsche Arbeitnehmer ihren Lohn zusätzlich durch ALG II ergänzen. Für diese Form der Lohnsubvention musste der Bund 10,9 Milliarden Euro aufbringen.

Nun tritt also langsam das ein, was viele Experten und Kritiker von Hartz IV schon lange befürchtet haben. Etliche Arbeitgeber nutzen das System aus und stellen nur noch Leute in Minijobs oder zu geringen Löhnen an, so dass den Rest des eigentlichen Gehalts der Staat bezahlen muss. Damit werden natürlich auch immer mehr richtige Arbeitsplätze verdrängt…

Arbeitgeberpräsident Dieter Hund sagte zu diesem Zustand nur, dass durch Hartz IV es für viele attraktiv sei weniger zu arbeiten und den Rest geschenkt zu bekommen. Faszinierend wie sich manche immer wieder auf die sogenannte Faulheit der Leute bzw. die „spätromische Dekandenz“ berufen und dabei absolut die Wirklichkeit für viele Arbeitnehmer übersehen. Nur weil sie geringere Löhne bekommen, heißt dies heute schon lange nicht mehr, dass man dafür auch weniger arbeiten muss… Ein Zustand, der alles nur noch schlimmer macht und gegen den man dringend etwas tun müsste, anstatt ständig alle über einen Kamm zu scheren und die paar wenigen wirklichen Schmarotzer exemplarisch für eine große Mehrheit von willigen Arbeitern stehen zu lassen.

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