Finanztest: Die meisten Schufa-Auskünfte sind lücken- oder fehlerhaft
Die Informationen, die bei sogenannten Auskunfteien über uns gespeichert sind, können ausschlaggebend für wichtige Entscheidungen in unserem Leben sein. Dort werden Daten über unser Finanzverhalten gespeichert, die dann Banken und andere Unternehmen prüfen, bevor sie mit uns einen Vertrag abschließen. Von diesen Daten hängt also ab, ob wir beispielsweise einen Kredit, ein Konto, einen Handyvertrag, eine Wohnung etc. bekommen.
Die Zeitschrift „Finanztest“ hat daher einmal die Daten der Auskunfteien auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft und kam zu einem erschreckenden Ergebnis. Ein Großteil der Daten waren falsch bzw. unvollständig.
Für den Test wurden die Daten von 89 Testpersonen bei mehreren Auskunfteien ausgewertet und siehe da, nur elf der 89 Datensätze waren korrekt, bei allen anderen gab eine Mängel! Immerhin die Personenangaben wie Name und Anschrift waren fast immer richtig. In 28% der Fälle fehlten Daten, bei 8% waren die Daten veraltet und 1% war sogar komplett falsch.
Am besten schnitt immer noch die Schufa ab, obwohl hier auch erhebliche Mängel festgestellt wurden. Am negativsten fielen die Auskunfteien Accumio, Bürgel, Deltavista und Infoscore auf. Hier würden neben den Personendaten nur negative Daten wie Mahnverfahren, Haftbefehle etc. gespeichert und ohne positive Daten trotzdem der sogenannte Scoring-Wert erstellt, der dann am Ende eine Aussage zu unserer Bonität macht.
Die Experten raten daher allen Verbrauchern die von ihnen gespeicherten Daten bei den Auskunfteien genau zu überprüfen! Gerade wenn man einen Kredit, z.B. für eine Baufinanzierung braucht, nützt einem das schönste Angebot aus dem Baufinanzierungsrechner nichts, wenn nachher die Schufa einen Strich durch die Rechnung macht.


