Schweizer Steuersünder-CD: Grobe Fehler der Ermittler
So manch einer wird sich vielleicht schon gefragt haben, was aus der CD mit den Daten deutscher Steuersünder in der Schweiz geworden ist, die das Land Nordrhein-Westfalen Anfang März diesen Jahres für 2,5 Millionen Euro gekauft hatte. Nun es wird ermittelt und zwar von manchen Steuerfahndern etwas zu eifrig, denn wie Insider berichten ist ihnen nun ein grober Fehler unterlaufen.
Die CD sollte es zum ersten Mal in der Geschichte den deutschen Behörden möglich machen einer Schweizer Bank Beihilfe zur Steuerhinterziehung nachzuweisen. Zudem sollte dies die deutsche Position bei den Verhandlungen über Zusatzbestimmungen für das sogenannte Doppelsteuerungsabkommen stärken.
Doch all dies ist jetzt vielleicht nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich, denn der Inhalt der CD sei von den Ermittlern „so gut wie öffentlich“ gemacht worden. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat ein 19-seitiges Dossier mit detaillierten Informationen zur CD, deren Inhalt und auch über den Verkäufer an die Anwälte der Beschuldigten verschickt.
Experten zufolge könnten auf diesem Wege bereits die Informationen bei den Schweizer Anwälten allen voran derer der Bank Credit Suisse gelandet sein. Diese hätten dadurch natürlich einen enormen Verhandlungsvorteil und damit auch genaue Kenntnis über den Wissensstand der deutschen Ermittler.
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft spielte den Vorfall jedoch herunter und meinte, dass sie damit lediglich mehr Überblick und Transparenz schaffen wollte und es dafür in Kauf nehme, dass der Verkäufer identifiziert würde. Wir werden sehen…


