Bald nur noch einen Euro für das Geldabheben bei Fremdbanken zahlen?
Seit Jahren tobt nun schon der Streit um die Gebühren, die beim Abheben an Geldautomaten von Fremdbanken entstehen. Wir Kunden können da schon mal bis zu zwölf Euro hinblättern, nur weil wir nicht am Automaten unserer eigenen Bank Geld abgehoben haben. In letzter Zeit sind diese Gebühren auch in den Fokus des Kartellamts geraten, das von Banken und Sparkassen deutlich geringere Kosten verlangt.
Diese hatten angeboten in Zukunft maximal 5 Euro zu verlangen. Dies ist dem Kartellamt jedoch immer noch zu viel. In einem offenen Brief an die Bankenverbände nennt die Behörde einen Betrag von 30 Cent bis 1 Euro als Orientierung. Dies sei die Spanne, die die Banken als Interbankengeld „kostenorientiert festgesetzt“ hatten.
Das sogenannte Interbankengeld stellen sich die Banken eines Automatenverbunds gegenseitig in Rechnung. Daran solle man sich auch in Zukunft in Sachen Gebühren für das Fremdabheben orientieren.
Das Hauptproblem bei dem Streit liegt nun vor allem darin, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken ein dichtes Automatennetz zur Verfügung stellen, das natürlich auch hohe Kosten verursacht. Die privaten Banken hoffen nun darauf, dieses Netz kostengünstig mitbenutzen zu können.


