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Stiftung Warentest: Beratung der Banken immer noch sehr schlecht

Ein absolut niederschmetterndes Ergebnis fĂŒr die deutschen Banken, aber natĂŒrlich vor allem fĂŒr die Kunden, denn laut der Stiftung Warentest habe sich bei der Beratung der Banken immer noch nichts geĂ€ndert. Ja, sie sei sogar noch schlechter als im Vorjahr und wurde von den Testern als „jĂ€mmerlich“ bezeichnet.

Im FrĂŒhjahr hatten die Tester fĂŒr ihre Zeitschrift „Finanztest“ insgesamt 146 GesprĂ€che in 21 großen Banken durchgefĂŒhrt. Es ging darum, wie man am besten ein Vermögen von 35.000 Euro fĂŒr zehn Jahre anlegen kann.

Bei diesen GesprĂ€chen schnitt keine einzige Bank mit den Noten „gut“ oder gar „sehr gut“ ab. Das beste Ergebnis mit der Note „befriedigend“ erreichten die Hamburger Sparkasse, die Sparkasse Hannover und die Kreissparkasse Köln. Am schlechtesten mit der Note „mangelhaft“ schnitten die Hypovereinsbank, die Postbank, die Targobank, die BW Bank, die Nassauische Sparkasse und die Volksbank Mittelhessen ab.

Am negativsten fiel den Testern auf, dass die meisten Finanzberater die gesetzlichen Vorgaben nicht einhielten. In der HĂ€lfte der FĂ€lle wurde das schriftliche Beratungsprotokoll, das seit diesem Jahr Pflicht ist und die Kunden rechtlich besser absichern soll, gar nicht angefertigt. Zudem fragten wieder knapp die HĂ€lfte der Berater nicht nach dem finanziellen und beruflichen Hintergrund der Kunden, was ebenfalls gesetzlich gefordert ist.

Die Experten raten Kunden nun zu besonderer Vorsicht. Man solle sich am besten mehrere Meinungen einholen und nicht nur einem einzige Finanzberater vertrauen. Zudem solle man auf jeden Fall auf das Beratungsprotokoll bestehen. Eigene Recherche im Internet hilft einem ebenfalls ungemein. In unzĂ€hligen Beratungsportalen kann man sich genau ĂŒber einzelne Angebote informieren und diese vergleichen. Am besten also nicht unvorbereitet in ein BeratungsgesprĂ€ch gehen!

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