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Lohnen sich Kundenkarten?

cc by flickr/ scriptingnews

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Wir Deutschen lieben unsere Kundenkarten. Millionen sammeln flei√üig Punkte und horten manchmal sogar mehrere Karten in ihren Geldb√∂rsen. Sie dienen dazu den Kunden an ein Gesch√§ft bzw. an Partnerunternehmen zu binden und versprechen meist Rabatte, Sachpr√§mien oder einen besonderen Service. Es werden jedoch auch immer mehr Stimmen laut, die vor solchen Kundenkarten warnen. Lohnen sie sich also wirklich f√ľr den Verbraucher?

Beliebt sind zum Beispiel auch Multipartnerprogramme wie zum Beispiel das des Marktf√ľhrers Payback. 20 Millionen Payback-Karten werden genutzt, 1,5 Millionen t√§glich. Dabei werden schnell Rabatte von bis zu 200 Euro im Jahr versprochen.

Verbrauchersch√ľtzer sehen dies jedoch mehr als skeptisch: Meist w√ľrden die Kunden dadurch vergessen Preise zu vergleichen oder zu handeln. Unter Umst√§nden spart man mehr, wenn man in einem Shop einkauft, der nicht an das Payback-Programm gebunden ist, als auf einen Rabatt in einem der Partnergesch√§fte zu setzen.

Kritisch wird auch das Sammeln von Daten betrachtet, denn die Unternehmen sammeln alle Daten √ľber unsere Eink√§ufe. Noch bleiben sie meist ungen√ľtzt, jedoch wollen immer mehr Firmen die Daten dazu nutzen, personalisierte Werbeangebote zu machen. Auch hier sei dann der Rabatt mehr als gering, da die Kunden gezielt zu bestimmten Angeboten gelenkt werden.

Generell lohnen sich Kundenkarten also wenig. Nur wenn man Stammkunde in einem Laden ist und sowieso dort h√§ufig einkauft, kann man von einer Karte profitieren. Am Ende bleibt es nat√ľrlich jedem selbst √ľberlassen, jedoch sollte man vor allem bei gro√üen Programmen hinsichtlich der Daten aufpassen.

Den Antrag am besten mit nach Hause nehmen und in Ruhe durchlesen. Dabei nur die allern√∂tigsten Angaben machen. Dinge wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Einkommen oder sogar die Konfektionsgr√∂√üe sind eigentlich irrelevant f√ľr Kundenprogramme!

Finanzen ,

  1. Stine
    3. Januar 2011, 10:43 | #1

    Ich besitze keine einzige Kundenkarte, schon allein deshalb, weil ich keine Lust habe, jedem zweiten Gesch√§ft meine privaten Daten preiszugeben. Wie in dem Artikel erw√§hnt, denke ich auch, dass man dadurch weniger vergleicht, in dem Glauben, man bekomme automatisch die besten Angebote in dem jeweiligen Gesch√§ft. Oft stimmt das aber gar nicht. Daf√ľr bekommt man dann aber jede Menge Werbung per Mail, Post, etc. Darauf kann ich wirklich verzichten.

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