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Spenden richtig absetzen und Steuer sparen

Wer regelm√§√üig oder auch nur hin und wieder Geld an wohlt√§tige Einrichtungen spendet, tut dies meistens aus altruistischen Gr√ľnden. Der Staat beteiligt sich jedoch daran, indem er die Spendierfreude seiner B√ľrger mit steuerlichen Verg√ľnstigungen belohnt. Um in deren Genuss zu gelangen, m√ľssen lediglich ein paar einfache Regeln beachtet werden.

Um mit Spenden Steuern zu sparen, sollte man im Vorfeld wissen, dass Spenden √ľblicherweise nicht wortw√∂rtlich „von der Steuer“ abgesetzt werden, sondern vom zu versteuernden Einkommen. Eine Spende von 100 Euro f√ľhrt nicht etwa dazu, dass man nun 100 Euro weniger Steuern zahlt. Sondern die Spende mindert das zu versteuernde Einkommen, und der Steuervorteil besteht darin, dass somit auf weniger steuerpflichtiges Einkommen auch weniger Steuern anfallen. Der Steuervorteil ist also indirekt und wird stets geringer ausfallen als die get√§tigte Spende.

Steuerlich beg√ľnstigte Spenden kann man an alle als gemeinn√ľtzig anerkannten Organisationen und an politische Parteien richten. Um tats√§chlich einen Steuervorteil f√ľr seine Spenden nutzen zu k√∂nnen, ist es notwendig, diese in seiner j√§hrlichen Steuererkl√§rung anzugeben; nur dann wird die Spende durch das Finanzamt ber√ľcksichtigt. Daf√ľr wird eine vom Empf√§nger der Spende ausgestellte Spendenbescheinigung ben√∂tigt.

Ganz ohne Beleg kann man keine Spende beim Finanzamt geltend machen. Wer etwa bei der B√ľchsensammlung des Roten Kreuzes 100 Euro spendet, kann dies trotz der H√∂he der Spende nur dann steuerlich ber√ľcksichtigen lassen, wenn dar√ľber eine Spendenquittung ausgestellt wird.

Auch Sachspenden k√∂nnen √ľbrigens beim Finanzamt eingereicht werden, wobei auch hierf√ľr eine Spendenbescheinigung auszustellen ist, die den (Geld-)Wert der Sachspende korrekt angibt.

Grunds√§tzlich ist eine seri√∂se Organisation stets dazu bereit, eine korrekte Spendenbescheinigung auszustellen. Jedoch sollte man auch bei einer Organisation, die man nicht kennt, die aber um Spenden an Hilfswerke wirbt mit dem Argument, man k√∂nne diese von der Steuer absetzen, sehr genau hinsehen. Sollte die Organisation nicht als gemeinn√ľtzig anerkannt sein, ist die Spende wom√∂glich in doppelter Hinsicht wertlos, denn sie dient weder dem gew√ľnschten Zweck, noch erkennt das Finanzamt die Spendenbescheinigung an.

Ob es sich √ľberhaupt lohnt, Spendenquittungen mit der Steuererkl√§rung einzureichen, h√§ngt letztlich davon ab, in welcher H√∂he man √ľberhaupt Steuern zahlt. Wer ein Einkommen erzielt, das ohnehin unter der zu versteuernden Grenze liegt, hat durch das Einreichen steuermindernder Spendenquittungen keinen Vorteil, denn wo keine Steuern anfallen, kann man auch keine sparen.

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