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Bei Gutscheinen auf die G√ľltigkeit achten

cc by flickr/ msp_

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Galten Gutscheine als Weihnachtsgeschenk fr√ľher eher als unpers√∂nlich und einfallslos, sind sie heute sehr beliebt. So werden die meisten hier wohl mindestens einen Gutschein unter dem Weihnachtsbaum gefunden haben. Bei Gutscheinen sollte man jedoch auf jeden Fall auf die G√ľltigkeit achten.

Dabei kann es passieren, dass die Einl√∂sefrist ziemlich kurz bemessen ist. Ist dies der Fall haben Kunden auf jeden Fall die M√∂glichkeit trotzdem auf das Einl√∂sen zu bestehen, denn in gewissen F√§llen haben Gerichte eine sehr kurze G√ľltigkeit als ung√ľltig erkl√§rt.

Grunds√§tzlich kann man sagen, dass je h√∂her der Gutscheinwert und je spezieller die entsprechende Dienstleistung ist, desto l√§nger muss die Einl√∂sefrist sein. So entschied das Amtsgericht Wuppertal zum Beispiel, dass eine Elferkarte f√ľr die Sauna nicht schon nach einem Jahr verfallen darf. Denkbar sei hier zum Beispiel, dass ein einmaliger Saunabesuch innerhalb von sechs Monaten einzul√∂sen sei.

Gutscheine f√ľr ein bestimmtes Event wie eine Theatervorstellung oder ein Konzert sind nat√ľrlich nur bis zum Tag der Veranstaltung selbst g√ľltig. Gilt dieser aber nicht f√ľr einen bestimmten Termin wie beispielsweise ein allgemeiner Kinogutschein entschied das Hanseatische Oberlandesgericht, dass dieser Gutschein zwei Jahre g√ľltig sein muss.

Im Einzelhandel ist die Frist √§hnlich bemessen. Restbetr√§ge d√ľrfen nicht zu schnell verfallen und Teileinl√∂sungen sind generell m√∂glich. Barauszahlungen kann der H√§ndler ablehnen. Steht keine Frist auf dem Gutschein, verf√§llt dieser nach drei Jahren. Eine Auszahlung nach Ablauf liegt einzig und allein im Ermessen des H√§ndlers oder Dienstleisters. Man kann es also probieren, hat aber keinen Anspruch.

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