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Wie sichere ich bei Hartz IV das Elterngeld?

cc by flickr/ fMoya

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Junge Eltern, die nach der Geburt des Kindes keinen Vollzeitjob mehr haben, erhalten mindestens 300 Euro Elterngeld im Monat und dies mindestens zwölf Monate lang. Während dies bei allen Berufsgruppen so bleibt, haben Bezieher von Hartz IV seit Anfang 2011 das Nachsehen. Das Elterngeld bekommen sie zwar weiterhin, nur wird es ihnen ab jetzt voll auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Erhalten sie also 300 Euro Elterngeld wird Hartz IV um genau 300 Euro gek√ľrzt. Es gibt jedoch eine M√∂glichkeit dies zumindest teilweise zu umgehen: Ersetzt das Elterngeld ein Erwerbseinkommen, darf man diesen Betrag behalten.

Das heißt hatte man vor der Geburt des Kindes zum Beispiel einen Minijob, bei dem man 200 Euro verdient hat, darf man von dem 300 Euro Mindestbetrag Elterngeld eben diese 200 Euro behalten. Dieses Erwerbseinkommen sollte unbedingt auf dem Elterngeldbescheid vermerkt sein. Diesen Bescheid reicht man dann beim Jobcenter ein.

Lag das Einkommen vor Bezug des Elterngelds √ľber 300 Euro, ist einem zumindest der Mindestbetrag von 300 Euro sicher. Beim Elterngeld hat man zudem die Option sich den Betrag auch √ľber 24 Monate √† 150 Euro auszahlen zu lassen. Diese Verl√§ngerungsoption bringt Hartz-IV-lern jedoch nur Nachteile, denn so verlieren sie die Anrechnung. Solche Verl√§ngerungen sollte man also so schnell wie m√∂glich widerrufen.

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  1. angryman
    4. Februar 2011, 20:58 | #1

    Das √ľbliche Vorgehen der M√§chtigen: die Schw√§chsten bluten lassen!

    Mich pers√∂nlich triffts mit 1.500 ‚ā¨, da ich nicht rechtzeitig informiert war:
    Zwillinge, Verl√§ngerungsoption, d.h. 2 Jahre lang 300 ‚ā¨. H√§tte ich noch im Dezember widerrufen, w√§r alles ok gewesen. Da ich jetzt erst davon erfuhr, fallen mir 5 Monate √° 300 ‚ā¨ weg. Wieso wird man bestraft, wenn man auf Hartz IV vorsorgen will und lieber (statt einem Jahr) 2 Jahre die H√§lfte als staatliche Anerkennung f√ľr die Kinderbetreuung beziehen will?

  2. tester
    11. Februar 2011, 00:36 | #2

    Hi,
    den letzten Satz versteh‘ ich nicht ganz:
    „Diese Verl√§ngerungsoption bringt Hartz-IV-lern jedoch nur Nachteile, denn so verlieren sie die Anrechnung. Solche Verl√§ngerungen sollte man also so schnell wie m√∂glich widerrufen.“

    Heisst das, wenn man sich das Elterngeld √ľber die doppelte Zeit auszahlen l√§sst, dass es dann egal ist, ob man zuvor 0 oder 300 Euro pro Monat verdient hat?

    Einen Vorteil gibt es aber meiner Meinung nach schon, wenn abzusehen ist, dass man die nächsten 2 Jahre nicht durchwegs Hartz4 bekommt, dann gibts wenigstens etwas von der Kohle.

  3. bLackii
    5. Mai 2011, 07:20 | #3

    Hi,
    bei mir ist nun so, habe noch einen Job nur der Vertrag läuft mit Beendigung des Mutterschutzes aus. Und da ich ein Jahr zu Hause bleiben möchte muss ich Hartz 4 beziehen.
    Krieg ich dann kein Elterngeld weil ich Hartz 4 beziehe oder kriege ich es doch weil ich ja vorher noch gearbeitet habe ?
    Bitte dringend um Antwort.

  4. Lina
    24. Mai 2011, 16:16 | #4

    Hallo,

    Bin momentan noch selbständig und habe zusätzlich einen Minijob.
    Monatlich verdiene ich etwa 1000 Euro.
    Ende Juni werde ich allerdings die Selbst√§ndigkeit aufgeben und leider auch den Mini-job aufh√∂ren m√ľssen, da ich schwanger bin und bei dem Job Risiken bestehen (schweres Heben, Ansteckungsgefahr).
    Allerdings ist der Entbindungstermin erst Ende September.

    Jetzt ist meine Frage:
    Wenn ich mich noch vor dem Inkrafttreten des Mutterschutzes arbeitslos melden w√ľrde, st√ľnde mir dann trotzdem das Elterngeld zu, das sich aus dem durchschnittlichen Einkommen des vorangegangenen Jahres zusammensetzt und kan ich dieses (bis 300 Euro) zus√§tzlich zu Hartz 4 bekommen, oder geht das dann nicht, weil ich nicht bis zum Mutterschutz gearbeitet habe?

    √úber eine baldige Antwort w√ľrde ich mich sehr freuen!

    Gruß, Lina

  5. Diana
    10. Juni 2011, 08:13 | #5

    Hallo,
    vielleicht kann mir jemand helfen. Ich beziehe ALG 2 und wollte eigentlich letzten Montag beginnen zu arbeiten. Jetzt habe ich erfahren, dass ich schwanger bin und mein Chef will mich nicht mehr einstelen. Ich bin jetzt in der 10 Woche. Ich habe gelesen, dass man in dem Jahr vor der Entbindung arbeiten muss um Elterngeld zu bekommen. F√ľr mich w√§re es der Horror wenn mir die 300 Euro angerechnet werden nach der Geburt. WIe kann ich das umgehen? Kann ich mir nicht jetzt noch einen Job suchen? Oder ist es schon zu sp√§t daf√ľr?

    Ich hoffe mir kann jemand helfen.
    Danke, Diana

  6. Jeanne
    2. August 2011, 20:49 | #6

    Wie w√§re es mit professionellem Rechtsrat? Wer Hartz IV bekommt, erh√§lt beim zust√§ndigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein, wenn sie meint, der Bescheid vom Jobcenter sei falsch. Ein/e Anw√§lt/in, m√∂glichst Fachanw√§lt/in f√ľr Sozialrecht kann da helfen.

  7. Stefanie
    28. September 2011, 07:18 | #7

    Hallo.

    Ich bekomme ALG II. und habe Eltergeld beantrag allerdings auf 24 Mon. auf 150 ‚ā¨. Warum hat das jetzt f√ľr mih nur Nachteile?Es wird doch nicht agerechnet, also habe ich doch quasi 150 ‚ā¨ mehr geld im Monat. Oder nicht? Bitte um Antwort
    Mit freundlichen Gr√ľ√üen

    Stefanie

  8. Jessica
    29. November 2011, 14:01 | #8

    Nein Stefanie die 150‚ā¨ werden auch angerechnet.

    Die neuen Regelungen gelten auch f√ľr Berechtigte, die die Verl√§ngerungsm√∂glichkeit gew√§hlt haben. Bei dieser Elterngeldauszahlung in halben Monatsbetr√§gen war bisher ein Betrag von 150 Euro monatlich anrechnungsfrei. Nach der neuen Regelung werden sowohl die ersten als auch die zweiten Teilbetr√§ge beim Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe bzw. Kinderzuschlag vollst√§ndig als Einkommen ber√ľcksichtigt, und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem sie den Berechtigten zuflie√üen.

    @Stefanie

  9. bibbi
    28. Dezember 2011, 14:06 | #9

    Auf diese √Ąnderung, zumindest f√ľr die Hartz4-ler, h√§tte wirklich verzichtet werden k√∂nnen.
    Mein Sohn ist 3 und ich wei√ü, wie es mit den 300 ‚ā¨ im ersten Jahr war. Nun bekomme ich mein 2. Kind und ZUM GL√úCK habe ich den Beitrag hier gelesen. Da ich gerade bis zum Anfang vom Mutterschutz gearbeitet habe, sind mir Gott sei Dank die 300 dann nicht anrechenbar. W√§re das der Fall, w√ľsste ich nicht wie ich es meiner kleinen so angenehm h√§tte machen k√∂nnen, wie bei meinem gro√üen. Es ist eine Frechheit, denn dadurch gehen nur soziale Geschichten wie Baby Kurse usw fl√∂ten und man b√ľrgt den frisch gebackenen Eltern einen Geldstress auf, der vorallem in der ersten Zeit umgangen werden sollte. Das kann keiner gebrauchen.

  10. susy
    16. März 2012, 21:57 | #10

    hallo,
    ich finde das eine echte sauerrei!!!!! mein lebensgeferte und ich wollten zusammen ziehen weil ich mit unserem gemeisamen kind schwanger bin da ich aber noch harz4 bekomme und mein freund beruftätig ist war es ja logisch das sein geld bei mir angerechnet wird.
    aber sein geld f√ľrde f√ľr 4 personen (ich bringe noch 2 kinder mit in die partnerschaft) nicht reichen darum w√ľrden wir noch ein paar euros dazu bekommen aber nur so lange wie unsere baby nicht geboren ist….sobalt wir dann eltergeld bekommen sind wir raus weil wir dann durch das elterngeld „zuviel geld haben“
    aber wie soll man eine 5 köpfige familie mit grad mal 2100 am leben halten? ich kann mir irgendwie nichtvorstellen das dass alles so richtig ist was die gute dame beim amt uns da so erzählt. weiß jemand vllt einen rat was man da machen kann?

    was denkt sich den der staat dabei?
    warum ist das elterngeld f√ľr besserverdiener h√∂her als wie f√ľr die normalverdiener ich meine die haben es doch gar nicht verdient das die noch mehr kohle in den allerwertesten geblasen bekommen!! ich bin normalerweise kein mensch der sich √ľber geld aufregt aber bei sowas unfairem kann man nur sauer werden
    so ein politiker sollte mal leben so wie wir „normalen“ b√ľrger die w√ľrden doch vorne und hinten nicht klar kommen!
    und dann will der staat das man kinder bekommt ist alles schön und gut aber wie soll man kinder in die welt setzten wenn man sich keine kinder leisten kann? schönes deutschland manchmal muss sich wirklich schämen leider!

  1. 2. Januar 2012, 12:21 | #1