Home > Steuern > Fehler in der Software: Etliche Steuerbescheinigungen f├╝r 2010 falsch

Fehler in der Software: Etliche Steuerbescheinigungen f├╝r 2010 falsch

cc by flickr/ blmurch

cc by flickr/ blmurch

Dass unser Steuersystem immer un├╝bersichtlicher statt ├╝bersichtlicher wird, sieht man an unterschiedlichen Beispielen. St├Ąndig neue ├änderungen und andere Regelungen machen es zunehmend auch den Experten schwer. So kam es bei etlichen Steuerbescheinigungen f├╝r das Jahr 2010 offenbar zu massiven Fehlern.

Schuld daran sind Hersteller von Steuersoftware. Diese hatten vom Bundesfinanzministerium nach eigenen Angaben unklare Anleitungen erhalten, die zu Missverst├Ąndnissen f├╝hrten. Diese wurden direkt in die Programme eingef├╝hrt, so dass f├╝r das letzte Jahr Tausende Arbeitgeber falsche Einkommenssteuerbescheinigungen ausgestellt haben.

Demnach sind Angaben zu Sozialversicherung bei vielen Personen, die privat krankenversichert oder freiwillig gesetzlich versichert sind, falsch. In der Lohnsteuerbescheinigung, die die meisten Arbeitnehmer im Januar von ihrem Arbeitgeber erhalten haben, sind offenbar die Zeilen 25 und 26 fehlerhaft. Hier muss der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur Kranken- und Pflegeversicherung eingetragen werden. Dieser Gesamtbetrag kann steuerlich geltend gemacht werden.

Jedoch wurde in vielen Programmen der Arbeitnehmeranteil nicht angezeigt, was zu einer verringerten Steuerentlastung f├╝hrt. Arbeitnehmer sollten also die Steuerbescheinigung pr├╝fen. Den Fehler erkennt man laut Experten an Zeile 24. Ist diese leer, ist die Bescheinigung korrekt. Hat man bereits eine Steuererkl├Ąrung abgegeben und den Fehler gefunden, sollte man Einspruch einlegen und am besten eine Kopie der Lohnabrechnung f├╝r Dezember beilegen, denn hier sind meist die Beitr├Ąge zur Sozialversicherung angegeben.

Die Software-Hersteller haben bereits angekündigt die Programme für 2010 umzustellen und für 2011 seien die entsprechenden Änderungen bereits vorgenommen worden.

Steuern , ,

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks