Kraftstoff E10

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Durch eine neue Verordnung der Europ√§ischen Union m√ľssen die Mineral√∂lkonzerne zur CO2-Einsparung beitragen. Der erste Schritt zu einer Senkung des CO2-Au√üsto√ües ist die Einf√ľhrung eines neuen Biokraftstoffes mit der Bezeichnung E10 Anfang Februar 2011.
E10 steht f√ľr 10 Prozent Ethanol. Bisher durften Kraftstoffe nur einen Ethanol-Anteil von maximal 5 Prozent haben.
Die Europäische Union geht davon aus, dass mit dem neuen Kraftstoff der Ausstoß von Kohlendioxid stark verringert werden kann. Statt des Erdöls werden im neuen Super E10 zehn Prozent mehr Bio-Ethanol verbrannt. Beim verwendeten Ethanol handelt es sich schlicht um Spiritus aus Pflanzen und Getreide.

Die Autofahrer sind verunsichert. Schon die herkömmliche Anzahl von Kraftstoffen löste Verwirrung aus, mit einem zusätzlichen Benzin-Typ ist nun die Konfusion perfekt.
Eine Frage stellt sich den Verbrauchern immer wieder: Wird das Auto √ľberhaupt mit dem neuen Kraftstoffen fahren? Einige Autohersteller haben schon Warnungen, gerade f√ľr √§ltere Modelle, herausgegeben. Der h√∂here Ethanol-Anteil k√∂nne in alten Fahrzeugen den Tank und andere Teile zerfressen. Laut Sch√§tzungen von Automobilclubs k√∂nnen allein in Deutschland rund vier Millionen Autos nicht mit dem neuen Super Benzin fahren – etwa 10 % der Kraftfahrzeuge.

Einige Automobilclubs wie auch der ADAC sehen im neuen Kraftstoff aber auch eine neue Methode, um den Benzinpreis in die H√∂he zu treiben. 13 verschiedene Tankstellen in ganz Bayern wurden auf den neuen Benzin-Typ getestet. Das Ergebnis war ern√ľchternd: In zw√∂lf von 13 Tankstellen waren noch f√ľnf Prozent Ethanol im ausgeschriebenen E10 vorhanden. Das hei√üt konkret: Der Kunde bezahlt zwar etwa f√ľnf Cent mehr f√ľr sein Benzin, bekommt aber kein E10, sondern herk√∂mmlichen Kraftstoff.

Umweltsch√ľtzer warnen: E10 soll zwar laut EU den CO2-Aussto√ü verringern. Dennoch ist der Kraftstoffbedarf aufgrund der geringeren Menge an Erd√∂l im Super E10 rund f√ľnf Prozent h√∂her als im herk√∂mmlichen Super Benzin. Der CO2-Aussto√ü ist zwar de facto geringer, dennoch muss mehr Kraftstoff getankt werden, womit nur eine Einsparung von zwei bis drei Prozent m√∂glich ist.
Au√üerdem werden die Verbraucher √ľbers Ohr gehauen. Denn √ľber die Herkunft des Bio-Ethanols wird geschwiegen. In S√ľdamerika wird vermehrt der Regenwald gerodet. Auf den dort entstehenden Fl√§chen wird Zuckerrohr angebaut. Effektiver in der Ethanol-Gewinnung als Zuckerr√ľben, die in Europa angebaut werden. Ob der CO2-Aussto√ü verringert wird, wenn die Autos weniger Erd√∂l verbrennen, unsere Regenw√§lder aber daf√ľr abgeholzt werden, ist mehr als fraglich.

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