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NRW: Gericht untersagt Hartz-IV-Empfängern Sportwetten

cc by flickr/ Henry

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Es gibt Entscheidungen, bei denen sich viele wohl nur noch an den Kopf greifen k√∂nnen. Das Landgericht K√∂ln sorgt momentan mit der Erteilung einer einstweiligen Verf√ľgung bei vielen Leuten in ganz Deutschland f√ľr Emp√∂rung. Die Richter verbieten n√§mlich Hartz-IV-Empf√§ngern in Nordrhein-Westfalen die Teilnahme am staatlichen Sportwetten-Angebot Oddset.

Dem Wettanbieter Westlotto droht nun ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro, wenn Wettscheine von Hartz-IV-Empf√§ngern angenommen werden. Dieses Verbot beziehe sich vorerst nicht auf Lotto-Scheine. Es sei aber durchaus m√∂glich, dass dies auch bald der Fall sein werde. Interessanterweise wurde die einstweilige Verf√ľgung laut Medienberichten √ľbrigens von einem privaten Gl√ľcksspielanbieter mit Sitz auf Malta beantragt, der in Deutschland Anbieter von Sportwetten ist…

Durch das Verbot soll laut einem Sprecher der Spielsucht vorgebeugt werden, da sich dies vor allem an Spieler richte, die Spieleins√§tze riskierten, die in keinem Verh√§ltnis zu ihrem Einkommen st√ľnden. Mit eingeschlossen in dieses Verbot ist auch der Verkauf von Rubbellosen an Minderj√§hrige.

Wie genau das Ganze umgesetzt werden soll, ist sowohl dem Betreiber, als auch den Annahmestellen selbst unbegreiflich. Man k√∂nne ja schlie√ülich nicht jeden Kunden fragen, ob er Hartz-IV-Empf√§nger sei…

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  1. Ammin
    11. März 2011, 19:26 | #1

    Die Entscheidung des LG K√∂ln √ľber das Wett-Verbot f√ľr Hartz IV Empf√§nger ist ja wohl eine Frechheit schlechthin und wirft die Frage auf, ob im K√∂lner LG einige Richter einen versp√§teten Aschermittwochsscherz anbringen wollten oder ob hier Faschisten am Werk sind? Eine Diskriminierung wie Sie seit dem 2. Weltkrieg in Deutschland nicht mehr vorkam!
    SELBST IN RUSSLAND LACHT MAN BZW. SCH√úTTELT MAN √úBER DIESE ENTSCHEIDUNG DEN KOPF UND VERGLEICHT DIES MIT VERH√ĄLTNISSEN AUS DEM DRITTEN REICH (Russiche TV-Nachrichten von heute)!!!
    Diese Richter sollte man schnellstens vor die T√ľr werfen und sofort zu Hartz IV Empf√§ngern „bef√∂rdern“! Oder sollen wir bald „Sieg He…, K√∂ln“ rufen?!?
    Das in NRW Vetternwirtschaft und Diskriminierung GROSS geschrieben wird, weiß man ja spätestens seitdem der Massenmörder Sauerland immer noch frei rumläuft und sogar noch seinen Job als OB von Duisburg hat. Ein Zustand, wie er wohl wirklich nur in NRW möglich ist, was nach diesem Urteil wohl immer klarer wird!

  2. Thomas
    8. April 2011, 09:45 | #2

    Zitat des Richters (07.04.2011): „Es gehe einzig und allein um die Frage, ob Sportwetten auch dann verkauft werden d√ľrften, wenn die Mitarbeiter der Annahmestellen ganz konkrete Hinweise darauf h√§tten, dass sich der Kunde seine Wette eigentlich nicht leisten k√∂nne.“

    Das ist meiner Meinung nach eine bodenlose Frechheit. Der Leistungsbezieher wird quasi entm√ľndigt. Warum greift man dann nicht gleich in alle Lebensbereiche ein? Der Italiener um die Ecke k√∂nnte einem Hartz IV Empf√§nger ja auch den Tisch verweigern, weil sich der Gast einen teuren Restaurantbesuch eingentlich nicht leisten k√∂nne. Ich hoffe inst√§ndig, dass solche Gesetze kekippt werden.

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