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Falsche Rendite-Rechnung: Anlagevermittler m├╝ssen Schadenersatz zahlen

cc by flickr/ Gunnar Wrobel

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So manch ein Deutscher hat in den letzten Jahren mit Verlusten bei Wertpapieren k├Ąmpfen m├╝ssen. Grund daf├╝r ist nicht nur alleine die Finanzkrise, sondern ma├čgeblich auch falsche Beratung und/oder falsche Rendite-Rechnungen. Der Bundesgerichtshof hat nun in einem Grundsatzurteil entschieden, dass Anlagevermittler ihren Kunden Schadenersatz leisten m├╝ssen, wenn sie ihnen Wertpapiere mit einer falschen Rendite-Berechnung verkaufen.

Dies ist auch dann der Fall, wenn der Berechnungsfehler beim Anbieter liegt. Dies m├╝sste der Vermittler sehen und den Kunden darauf hinweisen. In dem konkreten Fall ging es um ein Ehepaar, das 1997 sich mit 75.000 DM an einem geschlossenen Immobilienfonds beteiligte, was durch einen Bankkredit finanziert wurde. Der Vermittler hatte ihnen im Vorfeld die m├Âgliche Rendite anhand einer Modellrechnung des Fondsanbieters erkl├Ąrt. Dabei hie├č es, dass bei verschiedenen Szenarien der Wert der Geldanlage ab dem dritten Jahr stetig zwischen drei und vier Prozent wachsen w├╝rde.

Jedoch wurde verschwiegen, dass dieser Wert nach Abzug von Geb├╝hren, Provision und sonstigen Nebenkosten um rund 20 Prozent geringer ausfiel. Selbst bei einer Wertsteigerung von nur drei Prozent h├Ątte das Paar niemals die versprochene Summe nach zehn Jahren erreicht.

Die Richter des Bundesgerichtshof sahen den Fehler ganz klar beim Vermittler, der solche falschen Rechnungen merken und f├╝r die Kunden korrigieren m├╝sse. Dies erfolgte nicht, also sei er zu Schadenersatz verpflichtet. Kunden, denen so etwas widerfahren ist, sollten also pr├╝fen, ob sie ihr Recht noch einfordern k├Ânnen.

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