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BGH: Anschluss darf nicht sofort bei unbezahlten Handy-Rechnungen abgeschaltet werden

cc by wikimedia/ Serenity

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Unser Telefonverhalten hat sich in den letzten Jahren massiv ge√§ndert. Das Handy ist unser stetiger Begleiter und aufgrund der gesunkenen Preise verzichten immer mehr Verbraucher komplett auf einen Festnetzanschluss und nutzen nur noch ihr Handy. Dementsprechend m√ľssen auch die Mobilfunkanbieter nach und nach ihre Klauseln den Ver√§nderungen anpassen.

Der Bundesgerichtshof st√§rkte nun die Rechte von Handy-Kunden. Nicht bezahlte Rechnungen d√ľrfen ab jetzt nicht gleich zum Anlass genommen werden um den Anschluss zu sperren. Laut den Richtern m√ľsse man die Schmerzgrenze f√ľr unbezahlte Handy-Rechnungen der f√ľr Festnetzverbindungen angleichen.

Hier wird n√§mlich erst ab einem Fehlbetrag von 75 Euro der Anschluss gesperrt. Dies gilt laut dem BGH nun auch f√ľr Handys. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte in dem konkreten Fall gegen die Vertragsbedingungen der Telekom und ihrer Tochtergesellschaft Congstar geklagt. Hier wurde der Handy-Anschluss bereits ab einem fehlenden Betrag von 15,50 Euro gesperrt.

Betroffene, denen das Handy nun ebenfalls ab einem geringen Schuldbetrag gesperrt wurde, sollen sich auf das BHG-Urteil berufen oder sich an die Verbraucherzentrale wenden.

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  1. 24. März 2011, 18:47 | #1