Für Deutsche werden Produktmarken immer unwichtiger
Immer weniger greifen wir Deutschen in Supermärkten und Co. zu stets ein und der selben Marke. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmen GfK und der Werbeagentur Serviceplan. Gerne wechseln wir Kunden die Marken und greifen immer häufiger auch mal zu No-Name-Produkten.
Die Abwanderung von Stamm ist laut der Studie auf 40% gewachsen, vor drei Jahren waren es noch 32%, Tendenz allgemein steigend. Die Produkte, denen wir deutsche Verbraucher am treuesten sind, sind übrigens Zahncreme, Shampoo, Kaffee, Schokolade und Bier. Untreu werden wir hingegen bei Tütensuppen, Kartoffelchips und Alufolie.
In der Studie konnte auch ein klarer Zusammenhang zwischen Markenloyalität und steigendem Marktanteil nachgewiesen werden. Es sei viel teurer durch Marketing und Werbung Neukunden zu gewinnen als Stammkunden zu halten. Dies schlägt sich auf den Preis der Produkte nieder. Zudem muss man sagen, dass sich die Qualität der günstigen No-Name-Produkte in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.
Die Experten machen auch das Marketing-Verhalten der Unternehmen für das Abwandern der Kunden verantwortlich. Alle zwei Jahre würde sich knapp die Hälfte aller 100 wichtigsten Marken Werbeslogans und Werbegesichter ändern, was die Verbraucher hindert sich langfristig zu binden. Dies läge daran, dass im Schnitt alle zweieinhalb Jahre der Posten des Marketing-Chefs neu besetzt wird und der Neue möchte natürlich dem Produkt seinen eigenen Stempel aufdrücken.
Die Verbraucher selbst würden darüber hinaus, immer flexibler werden und ihre Individualität ausleben wollen, wozu eben auch ein Markenwechsel gehöre.



