Deutsche Bank: Zweifelhafte Kooperation mit Berliner Universitäten
Immer wieder hört man in der Diskussion um eine Verbesserung der Hochschulbedingungen auch die Forderung, dass sich Wissenschaft und wirtschaftliche Praxis mehr direkt ergänzen müssten. So sollen Unternehmen sich an Universitäten engagieren. Die Deutsche Bank macht dies laut der „taz“ bereits seit 2006 und erntet damit in den Medien nicht wirklich Applaus.
Der „Sponsoren- und Kooperationsvertrag“ mit der Humboldt Universität und der Technischen Universität soll offiziell zum Aufbau eines Instituts für angewandte Finanzmathematik dienen. Doch laut Medienberichten behält sich die Deutsche Bank darin noch einige Sonderrechte vor, mit denen sie offenbar massiven Einfluss auf die Forschung nimmt.
So hat das Geldhaus angeblich ein Mitspracherecht bei der Lehrkonzeption, ein Vetorecht bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und man sicherte sich Lehraufträge für eigene Mitarbeiter. Zudem soll die Deutsche Bank ein Recht aus Unternehmenspräsentationen haben sowie Mitspracherechte bei der Besetzung zweier Stiftungsprofessoren!
Dies kostete die Bank im Jahr drei Millionen Euro. Der Vertrag endet Ende Juni. Die TU sieht darin kein Problem und auch die Deutsche Bank betonte in einer Stellungsnahme, dass sich die Zustimmung zur Veröffentlichung von Forschungsergebnissen nur aus solche beziehen, die Geschäftsgeheimnisse der Bank beinhalten.



