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Elektronischer Gehaltsnachweis ÔÇ×ElenaÔÇť wird eingestellt

Quelle: wikimedia

Quelle: wikimedia

Schon vor der Einf├╝hrung des elektronischen Entgeltnachweises, kurz Elena, regte sich heftiger Widerstand. Vor allem Datensch├╝tzer hielten das Projekt f├╝r mehr als bedenklich, da so eine Vielzahl von Arbeitnehmer-Daten zentral gespeichert werden und f├╝r die verschiedensten Stellen abrufbar sind.

Trotz allem startete das umstrittene IT-Gro├čprojekt im Januar dieses Jahres. Von da an mussten Arbeitgeber mit ihren monatlichen Gehaltsabrechnungen f├╝r ihre Mitarbeiter auch etliche andere Daten wie Name, Adresse, Versicherungsnummer, Eink├╝nfte, steuerfreie Bez├╝ge usw. verschl├╝sselt an die zentrale Datenbank der Deutschen Rentenversicherung ├╝bermitteln. Durch diese Datensammlung sollte der Papierkram in den ├ämtern verringert werden, da die Informationen aus Elena auch bei Antr├Ągen auf Arbeitslosengeld oder Wohngeld benutzt werden sollten. In diesem Zusammenhang warnten auch die Kommunen vor einer Mehrbelastung von gut 250 Millionen Euro.

Nun k├╝ndigte die Bundesregierung an, dass der elektronische Gehaltsnachweis wieder abgeschafft werden w├╝rde. Als Grund wurde vor allem die ungen├╝gende Verbreitung der qualifizierten elektronischen Signatur genannt, die f├╝r den Datenschutz bei Elena jedoch mehr als erforderlich ist. Das IT-Gro├čprojekt hat bisher Millionen von Euro verschlungen. Trotz allem zeigten sich die meisten erfreut ├╝ber die Einstellung. Die Bundesregierung betonte jedoch, dass die Investitionen nicht umsonst gewesen sein sollen, sondern dass man die bereits bestehende Infrastruktur von Elena nutzen wolle um ein einfacheres Meldeverfahren in der Sozialversicherung umzusetzen.

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  1. Steuer Wahnsinn
    21. Juli 2011, 13:21 | #1

    Von wann soll diese aktuelle Info sein? Das ist doch v├Âlliger Schwachsinn und von den entstehenden Kosten will man dabei nicht reden. Aber irgendwie passt es zu dem, was aktuell so passiert.

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