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Wie entwickelt sich der Strompreis?

Windkraftanlage - flickr/warrenski

Windkraftanlage

Seitdem offiziell beschlossen worden ist, dass der Atomstrom in Deutschland der Vergangenheit angeh√∂rt, ist die Diskussion √ľber den Preis entbrannt. Viele Politiker, Unternehmen und Institutionen haben ihre Berechnungen vorgelegt oder aber auch nur Vermutungen ge√§u√üert. Ein klares Ergebnis hat es jedoch bisher nicht gegeben. Wann und ob es eine zuverl√§ssige Rechnung in n√§chster Zeit geben wird, steht in den Sternen, denn die Rechnung ist noch voll von Unbekannten.

Mathematik ist komplex, viele haben das leidvoll in der Schule lernen m√ľssen. Gerade das Rechnen mit mehreren Unbekannten hat zu manch falschem Ergebnis gef√ľhrt. Das scheint auch bei der Berechnung der Mehrkosten durch den Atomausstieg der Fall zu sein. Der Preis, den der Endverbraucher zahlen muss, h√§ngt von mehreren Faktoren ab. Diese sind schwer vorherzusehen, was eine genaue Berechnung verhindert. Stromsparen und die Wahl des richtigen Anbieters sind in jedem Fall ratsam. Auf der Suche nach dem richtigen Stromanbieter Preisvergleich und Co. zu nutzen, macht daher Sinn.

Zu viele Unbekannte

Wichtigster Faktor ist der Einkaufspreis des Stroms, der an der Stromb√∂rse gebildet wird. Hinzu kommen die Durchleitungsgeb√ľhren der Netzbetreiber, die anteilig an die Verbraucher weitergegeben werden und die Umlagen durch das Erneuerbare Energien Gesetz.
Der Einkaufspreis f√ľr Strom ist der Faktor, der am ehesten und genausten vorhersehbar ist. Die Mengen, die von den Produzenten geliefert werden, sind bereits mehrere Jahre im Voraus bekannt. Durch den Ausstieg aus der Atomenergie hat sich die vorhersehbare Strommenge verknappt, doch dies hat sich bisher kaum auf die Preise niedergeschlagen. Nach neusten Rechnungen hat sich der Strom mit Liefertermin 2014 lediglich um 0,4 Cent pro Kilowattstunde verteuert.

Die Durchleitungsgeb√ľhren der Zukunft zu errechnen, gestaltet sich hingegen schon schwieriger. Die Verlagerung der Stromproduktion, die in den n√§chsten Jahrzehnten wohl vor allem im Norden ausgebaut werden wird, erfordert einen massiven Ausbau der Netze. Dies wird von den Betreibern nat√ľrlich an die Firmen weitergegeben, die den Strom durchleiten und diese geben es wiederum an ihre Kunden weiter. Sch√§tzungen, was der Ausbau kosten wird und wie stark die Verbraucher davon betroffen sein werden, schwanken aber stark. Diese Variable bleibt also bestehen und wird sich so schnell nicht l√∂sen lassen.
Die Dritte Unbekannte ist √§hnlich komplex. Die Umlage aus dem Erneuerbare Energien Gesetz wird von vielen Faktoren bestimmt. Der Wichtigste ist das Tempo des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Je mehr hier investiert wird und je mehr Strom aus diesen Quellen eingespeist wird, umso h√∂her die Umlage und somit der Preisaufschlag. Allerdings sinken die Verg√ľtungen f√ľr Strom aus Photovoltaikanlagen und reduzieren somit die Umlage. Und auch die gr√∂√üere Menge an Strom aus erneuerbaren Energien sorgt daf√ľr, dass das Gesamtangebot gr√∂√üer ist, wodurch der Strompreis sinkt.
Wie gezeigt ist die Preisentwicklung f√ľr den Strom der n√§chsten Jahre also so komplex, dass kaum eine Prognose m√∂glich ist. Es ist aber von einer Preissteigerung auszugehen, wirklich dramatisch wird sie nicht ausfallen.

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