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Schweizer Nationalbank: Mindestkurs zum Euro

Quelle: wikimedia

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Auch wenn f√ľr Laien eine starke W√§hrung immer gut klingt, kann diese in gewissen F√§llen auch starke Nachteile mit sich bringen. So erlebt es aktuell die Schweiz. Der Schweizer Franken gewinnt in letzter Zeit gegen√ľber dem Euro immer mehr an Wert. Diese √úberbewertung bedroht massiv die Schweizer Wirtschaft. So hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) nun angek√ľndigt, einen festen Mindestkurs zum Euro einf√ľhren zu wollen.

Das Risiko einer Deflation ist in der Schweiz gerade gro√ü. Der starke Franken ist alles andere als gut f√ľr die Exportwirtschaft des Landes, denn deren Waren werden so auf Auslandsm√§rkten immer teurer. Zudem klagen die Einzelh√§ndler an den Schweizer Grenzen. Es hat sich in den letzten Monaten ein wahrer Einkaufstourismus entwickelt. Immer mehr, die in der N√§he der Grenze wohnen, kaufen lieber in Deutschland ein, wo die Waren deutlich g√ľnstiger sind.

Um dem entgegen zu wirken hat die SNB nun einen Mindestkurs zum Euro festgelegt. In Zukunft solle es keinen Euro-Kurs unterhalb von 1,20 Franken pro Euro geben. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Schweizer Franken höchstens 0,822 Euro wert sein darf. Man wolle den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und sei bereit unbeschränkt Devisen zu kaufen. Sollte dies nicht fruchten, werde man weitere Maßnahmen ergreifen.

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