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Lehman Brothers: BGH lehnt Schadenersatz f√ľr Anleger ab

cc by flickr/ The Web President

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F√ľr so manch einen Anleger ist das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe wohl wie ein Schlag ins Gesicht. Als im September 2008 die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers pleite ging, wurden deren Papiere mit einem Schlag wertlos und Zehntausende von Anlegern verloren ihr Geld. Nicht wenige gaben den Banken daran eine Mitschuld, da sich die Kunden falsch beraten f√ľhlten.

Aktuell liegen beim BGH rund 40 F√§lle, bei denen Lehman-Opfer Schadenersatz von ihrer Bank fordern. Der aktuelle Fall k√∂nnte hier eine Art Signalwirkung haben, denn die Richter lehnten bei diesen bestimmten Umst√§nden den Schadenersatz ab. Die Kl√§ger hatten auf Empfehlung der Hamburger Sparkasse Lehman-Zertifikate f√ľr je 10.000 Euro gekauft. Nach der Pleite verloren diese ihren Wert und die Anleger waren auch ihr Geld los.

Der Hamburger Sparkasse warfen sie nun vor, dass sie nicht √ľber die m√∂glichen Risiken aufgekl√§rt wurden. Zudem habe man den Kunden verschwiegen, dass die Bank einen erheblichen Gewinn mit den Papieren mache. Die Richter waren anderer Meinung: Zum Zeitpunkt des Kaufs in den Jahren 2006 und 2007 h√§tte es noch keine Anzeichen f√ľr eine drohende Pleite gegeben. Zudem sei es wohl klar, dass eine Bank Gewinn machen wolle.

Wie sich dieses Urteil auf die √ľbrigen F√§lle auswirkt ist noch unklar. Es wurde jedoch betont, dass man von Fall zu Fall entscheiden m√ľsse und die genauen Umst√§nde der Beratung ber√ľcksichtigen werde.

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