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Fehler bei Steuersoftware: Risiko des Steuerzahlers

cc by flickr/ blmurch

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Nicht jeder wendet sich f√ľr die Steuererkl√§rung an einen Steuerberater. Neben der amtlich bereit gestellten Steuersoftware hat man die M√∂glichkeit bei seiner Erkl√§rung auf Steuersoftware zu setzen, von der es mittlerweile im Handel einige Varianten gibt. Was passiert, wenn dieses Programm jedoch einen Fehler macht, damit besch√§ftigte sich das Finanzgericht Rheinland-Pfalz.

In dem konkreten Fall hatte ein Mann bei seiner Steuererkl√§rung auf eine Software gesetzt, die ihm nicht das Formular direkt zeigte, sondern bei der er durch ein vorgefertigtes Men√ľ gef√ľhrt wurde. Dabei wurde er nicht nach den Kosten f√ľr die Kinderbetreuung gefragt. Erst im Nachhinein merkte der Mann, dass er die Kosten von rund 4.000 Euro h√§tte absetzen k√∂nnen und verlangte dies nachtr√§glich vom zust√§ndigen Finanzamt. Dieses lehnte jedoch ab.

Die Richter gaben am Ende dem Finanzamt Recht, denn auch wenn die Software fehlerhaft war, so h√§tte sich der Mann dennoch zus√§tzlich informieren k√∂nnen. Ihn tr√§fe damit grobes Verschulden. Im amtlichen Formular w√ľrde deutlich nach den Kosten f√ľr die Kinderbetreuung gefragt und es g√§be dazu auch Erkl√§rungen. M√∂gliche Softwarefehler k√∂nnten so wie Fehler von Steuerberatern gewertet werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskr√§ftig.

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