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Sicherungsfonds: Banken senken Grenze in den kommenden Jahren

cc by flickr/ Images_of_Money

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Wie ein Mantra h√∂ren wir seit ein paar Jahren immer wieder, dass unser Erspartes bei den Banken sicher sei. Jedoch bezweifeln einige Experten, ob der Sicherungsfonds √ľberhaupt in der Lage sei, f√ľr gr√∂√üere Pleiten aufzukommen. Der Bundesverband Deutscher Banken hat diese Zweifel nun wieder hochkochen lassen: Nach einem aktuellen Beschluss soll die Sicherungsgrenze in den kommenden Jahren nach und nach herabgesenkt werden.

In der EU sind Sparguthaben und Termingeld bis zu einer H√∂he von 100.000 Euro gesetzlich gesch√ľtzt. In Deutschland haben sich die privaten Banken, die Genossenschaftsbanken und Sparkassen durch ein zus√§tzliches System, den sogenannten Sicherungsfonds, dar√ľber hinaus abgesichert.

Bei einer Bankpleite k√∂nnen sie so also Guthaben von √ľber 100.000 Euro den Kunden garantieren. Wie hoch diese Absicherung ist, h√§ngt von dem Eigenkapital der Bank ab, was mindestens f√ľnf Millionen Euro betragen muss. Aktuell liegt die Sicherungsgrenze bei 30 Prozent, was demzufolge hei√üt, dass das Kapital von jedem Kunden bis zu einer H√∂he von mindestens 1,5 Millionen Euro abgesichert sein muss. Einen Rechtsanspruch auf diese Entsch√§digung haben Kunden jedoch nicht!

Um sich nach eigenen Angaben f√ľr ‚Äězuk√ľnftige Herausforderungen‚Äú zu wappnen, wird die Sicherungsgrenze 2015 auf 20 Prozent gesenkt, 2020 auf 15 Prozent und 2025 nur noch auf 8,75 Prozent. Bleibt das vorgeschriebene Eigenkapital der Banken gleich w√ľrde dies bedeuten, dass in Zukunft die Einlagensicherung nur bis zu 437.000 Euro pro Kunde greift. Laut den Banken sei dies immer noch der h√∂chste Schutz weltweit… Wie viel Kapital sich genau im Einlagensicherungsfonds befindet, wollen die Geldinstitute nicht preisgeben.

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