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Banken im Verdacht der Zinsmanipulation

cc by flickr/ MPD01605

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Dem „Wall Street Journal“ zufolge ermitteln Aufsichtsbehörden seit gut einem Jahr gegen bestimmte Teile der Finanzbranche in den USA, in Europa und Japan. Im Zuge dieser Ermittlungen sollen vor wenigen Tagen in mehreren Unternehmen unangekündigte Inspektionen durchgeführt worden sein. Dabei stünden unter anderem einige europäische Großbanken im Verdacht den Euribor-Zinssatz zu ihren Gunsten manipuliert zu haben.

Die internationalen Ermittlungen konzentrieren sich zunächst auf den Referenzzinssatz Libor. Dieser wird von internationalen Mitgliedern der britischen Bankenvereinigung in London festgelegt. Nach ihm richten sich weltweit wichtige Finanzgeschäfte. In diesem Zusammenhang prüfen nun die Ermittler in Europa, ob ähnlich wie beim Libor auch beim sogenannte Euribor etwas gedreht wurde.

Der Euribor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Europäische Großbanken melden ihren Zins einer zentralen Stelle. Aus diesen Werten wird dann der Euribor ermittelt. Setzt man diesen also niedriger an als er in Wirklichkeit ist, zahlen die Banken an die Kunden niedrigere Zinsen.

Welche deutschen Banken genau im Visier der Ermittler stehen, wurde nicht bekannt. Die Geldinstitute wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank wollten keine Stellungnahme abgeben.

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