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Bundestag hebelt Urteil von Bundesfinanzhof aus: Ausbildung nicht r├╝ckwirkend absetzbar

cc by flickr/ baracoder

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Im August dieses Jahres entschied der Bundesfinanzhof ├╝berraschend, dass die Kosten f├╝r Studium oder Ausbildung r├╝ckwirkend steuerlich geltend gemacht werden k├Ânnen. So manch einer jubelte und auch wir berichteten dar├╝ber. Doch leider war dies offenbar ein klassischer Fall von zu fr├╝h gefreut, denn der Bundestag hat die neue Regelung zu den Werbungskosten nun gestoppt.

Der Bundesfinanzhof hatte aufgrund einer etwas ungenauen Gesetzesformulierung erkl├Ąrt, dass die Aufwendungen f├╝r das Erststudium oder die erste Berufsausbildung als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden d├╝rfen und zwar r├╝ckwirkend um bis zu vier Jahre. Ein sogenannter Verlustvortrag sollte dies bei sp├Ąterem Einkommen m├Âglich machen.

Der Fiskus bef├╝rchtete daraufhin Einnahmenverluste aus Steuern von bis zu einer Milliarde Euro. Der Finanzausschuss des Bundestags hat nun jedoch eine Erg├Ąnzung an einen Gesetzesentwurf zum Steuerrecht beigef├╝gt, die im Grunde das Urteil des Bundesfinanzhofs aushebelt. Ausbildungskosten k├Ânnen also weiterhin nur direkt im Jahr ihrer Entstehung steuerlich geltend gemacht werden. Der H├Âchstbetrag daf├╝r wird jedoch von 4.000 Euro auf 6.000 Euro angehoben.

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