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BGH: Urteil zu Pleite von Reiseveranstaltern

cc by flickr/ aj82

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Wer eine Reise bucht und das Geld daf√ľr √ľberwiesen hat, der rechnet doch eigentlich damit, dass diese auch stattfinden kann. Was passiert jedoch, wenn der Veranstalter Pleite macht und kurz davor die Reise noch absagt? In solch einem Fall hat nun der Bundesgerichtshof die Rechte von Pauschalurlaubern gest√§rkt, denn auch hier haben Kunden das Recht ihr Geld zur√ľckzubekommen.

In dem konkreten Fall ging es um ein Paar, das 2009 eine Kreuzfahrt gebucht hatte, die Anfang 2010 stattfinden sollte. Sie erhielten den Reisesicherungsschein und √ľberwiesen daraufhin das Geld. Im August 2009 mussten sie jedoch erfahren, dass die Reise angeblich wegen mangelnder Nachfrage abgesagt wurde. Einen Monat sp√§ter war der Veranstalter pleite und weigerte sich den Kunden das bereits gezahlte Geld zu erstatten.

Die Richter sahen dies jedoch am Ende anders: Auch wenn die Reise vor der Pleite aus einem anderen Grund abgesagt wurde, haben Kunden ein Anrecht auf eine R√ľckzahlung. Solche F√§lle seien vom Gesetz erfasst, denn ein g√ľltiger Reisesicherungsschein garantiere eine Absicherung f√ľr den Kunden auch bei Pleite des Veranstalters. Seit dem Jahr 1994 sind diese in Deutschland Pflicht und m√ľssen mit den Reiseunterlagen √ľbergeben werden.

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