Home > Banken > BGH stärkt Bankkunden bei Betrug mit eigener Geheimzahl

BGH stärkt Bankkunden bei Betrug mit eigener Geheimzahl

cc by flickr/ dionhinchcliffe

cc by flickr/ dionhinchcliffe

Wir alle wissen, dass sich Betr√ľger immer neue Methoden einfallen lassen um an Geld- oder Kreditkarten und deren Geheimnummern zu kommen. Daher kann man inzwischen nicht mehr automatisch davon ausgehen, dass, wenn Betr√ľger hinter die richtige pers√∂nliche Geheimzahl kommen, man diese bl√∂derweise zusammen mit der Karte aufbewahrt hat. Dieser Ansicht waren auch die Richter des Bundesgerichtshofs, die mit einem Urteil nun die Rechte der Bankkunden gest√§rkt haben.

In dem konkreten Fall wurde einem Kunden seine Kreditkarte entwendet. Innerhalb von nur einer einzigen Nacht hoben die Betr√ľger insgesamt 3.000 Euro mit der korrekten Geheimnummer ab und dies obwohl das Auszahlungslimit eigentlich bei 1.000 Euro pro Tag lag. Zudem war in den Vertragsbedingungen der Bank vermerkt, dass wenn ein Kunde den Verlust der Karte nicht sofort meldet, er bis zum Zeitpunkt der Meldung mit maximal 50 Euro haftet.

Die Bank berief sich jedoch darauf, dass der Mann offensichtlich seine Kreditkarte zusammen mit der PIN aufbewahrt habe, was als Pflichtverletzung gewertet wurde. Der Kunde verneinte dies, widersprach den Abbuchungen und k√ľndigte dar√ľberhinaus seinen Vertrag.

Die Bank zog daraufhin vor Gericht, bekam jedoch vor dem Bundesgerichtshof nicht Recht. Nat√ľrlich k√∂nne man davon ausgehen, dass der Kunde die Karte und die PIN zusammen aufbewahrt habe. Die Bank m√ľsse dies jedoch genau beweisen. Es k√∂nne sich ebensogut um einen Fall von Skimming handeln, wo die Betr√ľger eine Kopie der Karte anfertigen. Zudem habe sich die Bank selbst nicht an die Abhebungsgrenze von 1.000 gehalten und somit gegen die eigenen Vertragsbedingungen versto√üen. Die Haftungsbegrenzung von 50 Euro gilt in den Augen der Richter auch f√ľr eine m√∂gliche Verletzung der Sorgfaltspflicht.

Banken , , , ,

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks