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Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer

cc by flickr/ jcoccarelli

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Es ist ein Punkt, den man vielen wohl nicht noch einmal extra durch eine Studie erkl√§ren muss, jedoch dient sie als erneuter Beweis daf√ľr, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter w√§chst. Auffallend ist auch, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten dieser Unterschied hierzulande schwerer ins Gewicht fiel als in anderen Industrienationen.

Laut der aktuellen Studie der Organisation f√ľr Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit verdienten im Jahr 2008 zehn Prozent, die das h√∂chste Einkommen hatten, rund achtmal so viel wie die untersten zehn Prozent. Zu Beginn der 90er Jahre lag dieser Wert noch bei sechs zu eins. Geringverdiener kamen ohne staatliche Hilfen im Jahr 2008 auf Nettobez√ľge von 7.400 Euro im Jahr, wohingegen die Besserverdiener im Schnitt 57.300 Euro netto verzeichnen konnten. Dazu kommt, da√ü die Besserverdienenden laut immokredit.de auch leichter an Finanzierungen f√ľr Eigentumswohnungen und andere Immobilien kommen und dort bessere Konditionen bekommen.

Die Autoren der Studie f√ľhren dies zum einen auf den starken Anstieg von Fristvertr√§gen und Teilzeitarbeit zur√ľck. Gleichzeitig w√ľrden aber auch die L√∂hne und Geh√§lter weiter auseinanderdriften. W√§hrend man bei den Spitzenverdienern immer h√∂here Einkommen feststellen k√∂nne, w√ľrden die L√∂hne der Geringverdiener weiter sinken. Vom Zuwachs des verf√ľgbaren Haushaltseinkommen in den zwei Jahrzehnten vor der Finanzkrise h√§tten auch in erster Linie die Besserverdiener profitiert.

Als ein weiterer Grund f√ľr die gr√∂√üer werdende Kluft wird genannt, dass es in Deutschland immer mehr Single-Haushalte und Alleinerziehende gibt. Die Autoren weisen darauf hin, dass wachsende Ungleichheit nicht nur die Wirtschaftskraft eines Landes schw√§cht, sondern sie auch die politische Stabilit√§t schw√§cht. Dies erfahren wir alle sicherlich gerade am eigenen Leib. Noch k√∂nne man handeln…

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