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Sparkassen: Kartenzahlung per Funk noch 2012

cc by flickr/ loop_oh

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Seit einiger Zeit versucht sich die Branche an unterschiedlichen neuen Zahlungsmethoden. Dazu geh√∂rt auch immer wieder das Zahlen quasi im Vorbeigehen, das meist √ľber die NFC-Funktechnik (Near Field Communication) funktioniert. Die Sparkassen in Deutschland haben nun angek√ľndigt, bis Ende des Jahres 2012 die bisherigen EC-Karten mit dieser Funktion auszustatten. Mit diesen neuen Girokarten sollen noch in diesem Jahr gut 16 Millionen Sparkassen-Kunden die Kartenzahlung per Funk testen k√∂nnen.

Konkret hei√üt dies, dass man seine Karte einfach nur noch an ein entsprechendes Leseger√§t h√§lt. Ohne Eingabe einer PIN oder einer Unterschrift wird kontaktlos bezahlt. Zu Beginn ist dies nur f√ľr kleine Betr√§ge bis zu 20 Euro m√∂glich. Diese Zahlungsvorg√§nge werden nicht auf der Kontoabrechnung angezeigt, da man die Karte mit einem Guthaben von bis zu 200 Euro aufladen muss. Diese Zahlvorg√§nge k√∂nnen via einer App f√ľrs Smartphone, eines Leseger√§ts oder direkt im Handel erfragt werden.

Der Raum Hannover, Braunschweig, Wolfsburg kommt bereits ab Mitte April in den Genuss eines Pilotversuchs, weitere Teile Deutschlands sollen folgen. Zu Beginn kann man dann deutschlandweit an allen Esso-Tankstellen, bei der S√ľ√üwarenkette Hussel, dem B√ľchh√§ndler Thalia oder den Textilh√§usern Appelrath-C√ľpper die neue Bezahlform nutzen. Auch dies soll nat√ľrlich nach und nach ausgeweitet werden. Zudem planen die Sparkassen weitere M√∂glichkeiten mit dem Smartphone.

Das kontaktlose Bezahlen wird wohl in den kommenden Jahren verst√§rkt von vielen Anbietern eingef√ľhrt werden. Die Branche verspricht sich dadurch unter anderem eine Verbesserung der Bezahlvorg√§nge und k√ľrzere Schlangen an den Kassen. Kritiker sehen jedoch im Zahlen per Funk einige Gefahren, zum Beispiel, dass die Karten leicht von Unbefugten ausgelesen werden k√∂nnen.

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  1. Werner
    10. Januar 2012, 08:01 | #1

    Meine Laien-Frage: Wie wird das denn von Unbefugten leicht ausgelesen? Und wie kann man sich dagegen sch√ľtzen?

  2. Daniel
    10. Januar 2012, 08:05 | #2

    Bei herk√∂mmlichen ec-Karten muss ja die Karte erst in ein gef√§lschtes Leseger√§t eingesteckt werden und die Daten plus PIN m√ľssen ausgelesen werden. Bei der neuen Karte muss die Karte ja lediglich auf ein Zahlger√§t aufgelegt oder sehr nah davor gehalten werden. Es k√∂nnte also sein, da√ü Betr√ľger solche Arten von Leseger√§ten irgendwo versteckt anbringen, um Daten auszulesen. Ggf. ist so eine versteckte Lesestation dann nicht einmal f√ľr den Kunden als solche zu erkennen.

    Über entsprechende Schutzmaßnahmen werden sicher die Banken informieren. Vorerst ist ja auch das Zahlungsvolumen begrenzt und ich gehe davon aus, daß die Teilnahme am Zahlungsverfahren freiwillig ist.

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