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BGH: Deutsche Bahn muss f√ľr Unf√§lle auf Bahnh√∂fen haften

cc by flickr/ Rauchbier

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Besonders jetzt im Winter wird man immer wieder darauf hingewiesen, dass Hausbesitzer, die ihre Verkehrssicherungspflicht verletzen haftbar gemacht werden können. Doch was, wenn man auf einem glatten Bahnsteig ausrutscht? Hier hat nun der Bundesgerichtshof (BGH) ein Grundsatzurteil gefällt: Verletzen sich Bahnreisende auf dem Bahnhofsgelände, dann können sie in Zukunft Schadenersatz von der Deutschen Bahn fordern.

Damit hat der BGH eindeutig die Rechte der Kunden gest√§rkt. Das Unternehmen m√ľsse nicht nur daf√ľr sorgen, dass die Z√ľge sicher seien, sondern dass Reisende diese auch sicher erreichen und wieder verlassen k√∂nnten. Konkret ging es um eine Frau, die sich auf einem spiegelglatten Bahnsteig das Handgelenk gebrochen hatte. Die Richter gaben ihr am Ende Recht, womit sie Anspruch auf Schadenersatz hat.

Bisher war es n√§mlich gar nicht so einfach die Bahn f√ľr solche F√§lle in die Pflicht zu nehmen, denn wie viele andere Konzerne auch, ist die Deutsche Bahn inzwischen in zahlreiche Unternehmenssparten aufgeteilt. Forderte man von der Gesellschaft, die die Bahnh√∂fe betreibt, Schadenersatz, verwies diese darauf, dass die Streu- und R√§umpflicht auf ein anderes Unternehmen √ľbertragen wurde. Die Richter des BGH betonten jedoch, dass hierbei die Unternehmensstruktur keine Rolle spiele. Diese Entscheidung k√∂nnte sich eventuell auch auf andere Bereiche wie zum Beispiel Flugh√§fen √ľbertragen.

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