Insolvenz von Schlecker: Experten befürchten Kündigung von Tarifverträgen
In der vergangenen Woche war dies eingetreten, mit dem einige Beobachter schon seit längerer Zeit gerechnet hatten: Die Drogeriekette Schlecker hat die eigene Insolvenz angekündigt, die inzwischen offiziell beim Amtsgericht Ulm beantragt wurde. Dieser Schritt bringt den eh schon umstrittenen Konzern weiter in die Kritik.
Schon seit längerem geriet Schlecker unter anderem immer wieder durch eine schlechte Personalpolitik in die Schlagzeilen. Hungerlöhne und unzumutbare Bedingungen für die Arbeitskräfte waren nur ein paar der Vorwürfe. Durch die Planinsolvenz könnte sich dies laut Experten noch verstärken.
So manch einer geht davon aus, dass Schlecker das Verfahren dazu nutze um aus langfristigen Verträgen dank Sonderkündigungsrecht auszusteigen. Dies beinhalte nicht nur Miet- oder Pachtverträge, sondern eben auch Arbeits- und Tarifverträge. Durch den Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag würde es dem Unternehmen nämlich sonst bis Mitte des Jahres unmöglich gemacht Mitarbeiter zu entlassen.



