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Steuervorteile bei Denkmalimmobilien

cc by flickr/ Andrea Guerra

Denkmalimmobilien verspr√ľhen f√ľr den Bewohner in der Regel einen ganz besonderen Charme, und doch ist das in der Regel nicht der wichtigste Punkt, weshalb Eigennutzer und auch Investoren unter den Immobilien besonders diese pr√§ferieren, die unter Denkmalschutz stehen. Vielmehr liegt es an den hohen steuerlichen Beg√ľnstigungen, welche der Gesetzgeber dem Verk√§ufer einer Denkmalimmobilie zugesteht, was eingehend im Einkommenssteuergesetz geregelt ist.

Die Sanierungskosten machen je nach Immobilie den gr√∂√üten Investitionsposten bei einem denkmalgesch√ľtzten Objekt aus, und gerade diese Kosten k√∂nnen in Schritten √ľber 12 Jahre f√ľr Investoren bzw. 10 Jahre bei eigener Nutzung insgesamt zu 100 Prozent als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Der Kapitalanleger, der das erworbene Objekt vermietet, kann in den ersten 8 Jahren des Abschreibungszeitraumes jedes Jahr 9 % der Sanierungskosten steuerlich geltend machen, in den darauf folgenden 4 Jahren ist es m√∂glich, jeweils 7 % der Gesamtkosten f√ľr die Sanierung der Denkmalimmobilie auf der Steuererkl√§rung als Werbungskosten zu vermerken.

Aber auch an der Erstehung des Altgeb√§udeanteils bei der Denkmalimmobilie beteiligt sich der Staat quasi passiv, da die urspr√ľngliche Bausubstanz √ľber einen Zeitraum von 40 bzw. 50 Jahren ebenfalls komplett abgeschrieben werden k√∂nnen. Bei Immobilien mit einem Baujahr bis einschlie√ülich 1924 k√∂nnen 40 Jahre lang je 2,5 % abgeschrieben werden, bei denkmalgesch√ľtzten Objekten ab 1925 lassen sich Abschreibungen in H√∂he von 2 % √ľber insgesamt 50 Jahre vornehmen. Steuern sparen mit Denkmalimmobilien ist also einfacher als gedacht.

Dar√ľber hinaus lassen sich im Falle von realisierten Verlusten durch Vermietung und Verpachtung der eigenen denkmalgesch√ľtzten Immobilie diese ebenfalls wie bei einer gew√∂hnlichen Immobilie abgeschrieben werden k√∂nnen. Zus√§tzlich bietet diese Anlageform die M√∂glichkeit, anders als bei Verk√§ufen anderer Wertanlagen, keine Abgeltungstteuer als Abgabe an den Staat zu zahlen, wenn das Geb√§ude nicht vor Ablauf der 10 Jahre dauernden Spekulationsfrist, sondern erst nach dieser wieder ver√§u√üert wird.

Zusammenfassend ist also sehr leicht ersichtlich, dass der Erwerb einer denkmalgesch√ľtzten Immobilie, ganz egal ob als Investition zur Vermietung oder auch als eigenes Haus f√ľr Eigennutzer eine sinnvolle Entscheidung darstellen kann, da gro√üe Teile der Anschaffungs- und Modernisierungskosten steuerlich geltend gemacht werden k√∂nnen.

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  1. Johanna
    27. Februar 2013, 15:17 | #1

    Hallo,

    ich habe im Internet eine Beispielrechnung gefunden. Stimmt die denn so? Können sie mir ggf. weiterhelfen, da ich gerade nach einer geeigneten Anlageform suche und derzeit den Markt recherchiere.

    Vielen Dank und beste Gr√ľ√üe

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