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Neue Gothaer Kampagne: Die Sorgen der Sorgen

Sorgen haben es heutzutage nicht leicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man gut versichert ist. Die neue Werbekampagne der Gothaer Versicherung geht daher einen f√ľr Versicherungen bislang v√∂llig neuen Weg und legt ihren Fokus nicht auf das Schicksal potenzieller Kunden, sondern zeigt in verschiedenen, kurzen Videoclips das harte Los von Sorgen aller Art aus deren Sicht auf ihrer Suche nach einem Job. Da sitzen sie, dick und grau in der Fu√üg√§ngerzone und halten Schilder hoch. ‚ÄúJob gesucht‚ÄĚ.


Sie rennen umher, wenden sich verzweifelt an Menschen, die so aussehen, als k√∂nnen sie noch Sorgen gebrauchen. Doch niemand will sie einstellen. √Ąhnlich ergeht es den ‚ÄúSorgen um Hab und Gut‚ÄĚ und den ‚ÄúSorgen um Schadenersatz‚ÄĚ, welche vom Wohnzimmersofa aus einer jungen Dame ein schlechtes Gewissen einfl√ľstern m√∂chten. Doch bei der Erw√§hnung der Gothaer Versicherung verpuffen die Sorgen augenblicklich zu einem Staubw√∂lkchen. Passend dazu l√ľmmeln sich die dicken Sorgen auch missmutig auf dem Facebookprofil der Gothaer herum und beklagen sich beim Nutzer √ľber ihren schweren Stand in der Arbeitswelt, den sie der Versicherung zu verdanken haben.

So zeigt die Gothaer in dieser Kampagne deutlich: je besser die Versicherung, desto schlechter geht es den Sorgen, auch wenn man bei dieser originellen Kampagne fast schon Mitleid mit den in grauen, ausgepolsterten Ganzk√∂rperanz√ľgen steckenden, verbittert bis traurig dreinblickenden Darstellern von Sorgen aller Art haben kann. Mit dieser Kampagne wurde etwas geschaffen, das selten gelingt: Die abstrakten √Ąngste der Zielgruppe werden personalisiert und verniedlicht und erleben kleine, humorvolle Abenteuer, die sie einerseits ein wenig sympathisch erscheinen lassen, andererseits aber ihre Hilflosigkeit gegen√ľber einer guten Versicherung aufzeigen.

So macht Werbung Spaß und wird sogar gerne gesehen. Wo die Zielgruppe bei herkömmlichen Werbespots wegschaltet, klickt sie sich hier sogar absichtlich durch verschiedene Clips, weil die Videos dank ihrem einmaligen Perspektivenwechsel neugierig auf mehr machen.

Versicherung ,

  1. Frankman
    19. März 2012, 13:38 | #1

    Warum soll denn aber die Privathaftpflicht der jungen Frau aus dem Werbespot den Schaden am eigenen Laptop bezahlen? Ist diese Versicherung nicht eher f√ľr Sch√§den, die man Dritten zuf√ľgt? Oder hat die Gothaer ein neues Produkt geschaffen, in dem die Privathaftpflicht auch Sch√§den an eigenen Sachen abdeckt?

  2. 22. März 2012, 14:07 | #2

    Hallo Frankmann, Sie haben Recht – die Versicherung ist f√ľr Sch√§den gedacht, die man Dritten zuf√ľgt. In dem Spot wird auf den Fall hingewiesen, dass derjenige, der sch√§digt, keine Haftpflicht hat. Genau in dem Fall w√ľrde die Gothaer Privathaftpflicht mit Top-Schutz einspringen und den Schaden am eigenen Laptop bezahlen. Gru√ü aus K√∂ln Klemens Surmann

  3. Blackdash
    24. April 2012, 19:33 | #3

    @Klemens Surmann Gothaer-Pressestelle
    Wobei immer noch unklar bleibt, weshalb die eigene Versicherung f√ľr einen von Fremden verursachten Schaden aufkommen sollte? Inwiefern bin ich / ist meine Versicherung haftbar, nur weil sich ein anderer nicht versichert? Einleuchtender w√§re doch wohl, dass der Verursacher, wenn er denn nicht versichert ist, selbst f√ľr den Schaden aufzukommen hat?

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