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DIW: Jeder dritte junge Deutsche lebt von Niedriglohn!

cc by flickr/ ninette_luz

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Seit einigen Jahren weisen Experten wie die des Deutschen Instituts f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW) immer wieder darauf hin, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland immer gr√∂√üer wird. Dies belegt auch eine erneute Studie des DIW und zeigt dabei auf, dass junge Menschen immer weniger Chancen auf einen beruflichen Aufstieg haben.

Laut der Studie lebt jeder dritte Erwachsene in Deutschland von einem Einkommen, das unter der Niedriglohn-Schwelle liegt. Diese Grenze liegt laut dem Bericht bei zwei Drittel des Durchschnittslohns. Im Westen w√§re dies ein Stundenlohn von 9,53 Euro und in Ostdeutschland ein Wert von 7,22 Euro die Stunde. Bei jungen Menschen liegt der Anteil der Geringverdiener deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Nicht einmal die H√§lfte aller jungen Menschen w√ľrde es innerhalb von f√ľnf Jahren schaffen ein h√∂heres Einkommensniveau zu erreichen.

Die besten Aufstiegsm√∂glichkeiten h√§tten gut ausgebildete junge Erwachsene, die Vollzeit in Unternehmen angestellt sind. Problematisch sei weiterhin die Aufstiegssituation der Frauen. Generell werde die Kluft zwischen Armen und Reichen immer gr√∂√üer: Das obere F√ľnftel der Bev√∂lkerung verf√ľge √ľber ein Einkommen, das 4,5 Mal so hoch sei wie das des unteren F√ľnftels.

Als Gegenma√ünahmen schlagen die Experten des DIW zum Beispiel eine Verm√∂genssteuer von 0,5 Prozent vor. Diese solle gezielt die rund 400.000 Million√§re in Deutschland belasten, was dem Staat j√§hrlich zus√§tzliche 9,4 Milliarden Euro bringen w√ľrde. Auch eine Steuer auf Luxusg√ľter sei denkbar.

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