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Unterhaltszahlungen: Anspruch endet nach einem Jahr

cc by flickr/ falonaj

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Wer auf Unterhaltszahlungen wie zum Beispiel f√ľr ein Kind wartet, der sollte nicht zu viel Zeit verstreichen lassen um seinen Anspruch geltend zu machen. Aus einem Beschluss des Th√ľringer Oberlandesgerichts, der in der vergangenen Woche ver√∂ffentlicht wurde, geht hervor, dass die Frist dazu bei einem Jahr liegt.

In dem konkreten Fall ging es um eine inzwischen 23-J√§hrige, die von ihrem Vater r√ľckwirkend Unterhaltszahlungen in H√∂he von 15.000 Euro forderte und diese ausstehende Summe f√ľr die Jahre 2000 bis 2008 zwangsvollstrecken lassen wollte. Bereits das Amtsgericht Erfurt hatte dies f√ľr unzul√§ssig erkl√§rt, nachdem der Vater geklagt hatte. Das Oberlandesgericht wies am Ende die Beschwerde der Tochter zur√ľck und berief sich dabei unter anderem auf die bereits bestehende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.

Unterhalt diene dazu den Bedarf des t√§glichen Lebens zu decken, daher k√∂nne man R√ľckst√§nde, die Jahre zur√ľckliegen, nicht einfach einfordern. Zudem diene die Frist von einem Jahr dazu, dass sich Unterhaltszahlungen nicht zu einem Schuldenberg auft√ľrmen.

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