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Pharming: Bank haftet nicht f√ľr eigenes Fehlverhalten bei Onlinebanking

cc by flickr/ Images_of_Money

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Onlinebanking geht schnell, ist sicher und auch wirklich praktisch. So erledigen immer mehr Deutsche ihre Bankgesch√§fte im Internet. Doch √ľberall, wo Geld mit im Spiel ist, tummeln sich leider auch Betr√ľger. So sollte man beim Onlinebanking unbedingt Vorsicht walten lassen, einige Regeln beachten und vor allem auf die entsprechenden Programme zur Absicherung des Computers achten.

Doch was passiert, wenn ich Opfer von Betr√ľgern beim Onlinebanking wurde? Wann haftet die Bank und wann der Kunde selbst? Ende Oktober 2009 trat eine Gesetzes√§nderung in Kraft, nach der Verbraucher nur bei grober Fahrl√§ssigkeit f√ľr einen Schaden haftbar gemacht werden k√∂nnen. Wie es um die F√§lle vor der √Ąnderung bestellt ist, hat nun der Bundesgerichtshof entschieden.

In dem konkreten Fall war ein Mann auf einer gef√§lschten Seite seiner Bank gelandet. Betr√ľger nutzen das sogenannte Pharming, eine Weiterentwicklung des Phishings, indem sie gef√§lschte Seiten vor die Originalseiten der Bank schalten. Diese sehen meistens t√§uschend echt aus. Dadurch wollen die Betr√ľger sensible Daten wie TAN erfragen. Daher warnen alle Banken ausdr√ľcklich davor, niemals bei der Anmeldung zum eigenen Konto eine TAN einzugeben, schon gar nicht, wenn man mehrere eintippen soll.

Einen solchen Warnhinweis hatte auch die Bank des Kl√§gers auf ihrer Seite. Der Mann landete jedoch auf der gef√§lschten Seite und gab dort auf Aufforderung ganze zehn TANs ein. Daraufhin wurden von seinem Konto 5.000 Euro nach Griechenland √ľberwiesen. Die Bank weigerte sich f√ľr den Schaden aufzukommen, da der Mann trotz Warnung der Bank leichtfertig die TANs eingegeben hatte. Die Richter sahen dies am Ende √§hnlich: In solch einem Fall habe die Bank keine Schuld an dem Betrug.

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