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Urteil: Gewinn bei „Big Brother“ muss versteuert werden

cc by fotopedia/ Clearly Ambiguous

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Erst gestern ging die aktuelle Staffel der Casting-Show „Germany’s Next Topmodel“ zu Ende. Auf die Gewinnerin wird vielleicht schon bald das Finanzamt zukommen, denn ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) könnte laut Experten die gesamte Branche verĂ€ndern. Die Richter erklĂ€rten nĂ€mlich den Gewinn der Show „Big Brother“ als steuerpflichtig, da es sich um ein ArbeitsverhĂ€ltnis handle.

Lottogewinne oder auch der Geldsegen aus Quizshows mĂŒssen bekanntlich nicht versteuert werden, da es sich hierbei um Spiele beziehungsweise Wetten handelt. Dies gilt jedoch in den Augen der Richter des BFH nicht fĂŒr Shows wie „Big Brother“. Konkret hatte der Gewinner aus dem Jahr 2005 gegen einen Bescheid des Finanzamts geklagt, das seinen Gewinn als zu versteuerndes Einkommen ansah.

Auch in höchster Instanz bekam er nicht Recht! Der KlĂ€ger habe dem Veranstalter der Sendung ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum seine Anwesenheit geschuldet und musste ein Jahr lang gewissen Verpflichtungen in diesem Zusammenhang nachkommen. Es kommt also darauf an, ob man eine gewisse Zeit in solch eine Show eingebunden ist. Dann kann dies als ArbeitsverhĂ€ltnis gewertet werden. Kenner rechnen damit, dass das Urteil auch auf Casting-Shows wie GNTM oder DSDS ĂŒbertragen werden könnte. Wir sind gespannt, wie das in Zukunft gehandhabt wird!

Von dem „Big Brother“-Kandidaten verlangt das Finanzamt nun rĂŒckwirkend Steuern inklusive Zinsen. Das bedeutet fĂŒr den Kandidaten nach eigenen Angaben, dass er rund 700.000 Euro nachzahlen und damit Privatinsolvenz anmelden muss, obwohl er offenbar vernĂŒnftig gewirtschaftet hat…

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