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Unfallversicherung: Urteil zu Leistungsminderung bei Vorerkrankungen

cc by flickr/ micora

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In vielen Policen von Unfallversicherungen ist vermerkt, dass der Versicherer die Zahlung verweigern darf, wenn f√ľr die Verletzung oder sogar den Tod durch einen Unfall die Vorerkrankung mit verantwortlich war. Doch genau dies war bisher, wie so oft im Versicherungswesen, reine Auslegungssache. Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil jedoch vor kurzem f√ľr Klarheit gesorgt.

In dem konkreten Fall war ein Mann bei Arbeiten durch einen Stromschlag verstorben. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er unter anderem an einer schweren Herzerkrankung litt. Die Versicherung weigerte sich daraufhin an seine Witwe zu zahlen, da der Stromschlag alleine nicht f√ľr den Tod des Mannes verantwortlich gewesen sei, was man durch einen Verweis auf die Versicherungsbedingungen untermauerte. Gutachter wurden hinzugezogen und diese waren alle nur der Meinung, dass die Herzerkrankung ein entscheidender Faktor gewesen sein k√∂nnte. Konkrete Beweise daf√ľr gab es jedoch nicht.

Am Ende gaben die Richter des BGH der Witwe Recht. Eine Versicherung d√ľrfe die Leistungen nur dann k√ľrzen, wenn man konkret nachweisen k√∂nne, dass die Vorerkrankung zu mindestens 25 Prozent am Tod oder eben einer Verletzung schuld war. Die reine Wahrscheinlichkeit wie im verhandelten Fall reiche nicht aus. Es m√ľsse konkrete Beweise geben!

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