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Lebensversicherung: BGH-Urteil zu fr├╝hzeitiger K├╝ndigung

cc by flickr/ Images_of_Money

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Wer seine Lebensversicherung fr├╝her k├╝ndigt als eigentlich geplant, der muss in der Regel mit vergleichsweise hohen Einbu├čen rechnen, denn h├Ąufig bekommt man dabei weniger raus als man im Laufe der Monate und Jahre eingezahlt hat. Der Bundesgerichtshof hat nun in einem Urteil eine entsprechende Vertragsklausel bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen f├╝r unwirksam erkl├Ąrt und damit im Sinne der Kunden entschieden!

Konkret hatte die Verbraucherzentrale Hamburg gegen den Deutschen Ring geklagt. Bisher konnten Versicherer bei einer fr├╝hzeitigen K├╝ndigung die Abschlusskosten mit den Beitr├Ągen verrechnen. So bekamen die Versicherten weniger Geld zur├╝ck als sie bezahlt hatten, da unter anderem erst die Provisionen der Vermittler beglichen wurden. Dies erkl├Ąrten die Richter nun f├╝r nicht rechtens und revidierten damit ihre bisherige Rechtssprechung.

Experten rechnen nun mit einer Signalwirkung f├╝r die gesamte Branche, denn die Richter des BGH betonten, dass diese Klauseln nicht nur bei neuen Vertr├Ągen, sondern auch bei bereits bestehenden unwirksam seien. Dies w├╝rde konkret bedeuten, dass die Versicherungswirtschaft insgesamt rund zw├Âlf Milliarden Euro an die Kunden zur├╝ckzahlen muss. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat nun die Versicherer dazu aufgefordert, von sich aus die Klauseln abzu├Ąndern und die Summen zur├╝ckzuzahlen. Trotzdem sollten betroffene Kunden ihre Anspr├╝che selbst beim Versicherer anmelden.

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