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Längst vergessenes Sparbuch: Keine Verjährung

cc by flickr/ gillyberlin

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Von folgendem Szenario träumen wohl die meisten: Man findet ein Sparbuch mit einem beachtlichen Guthaben, das irgendwie verloren wurde oder in Vergessenheit geraten ist. In solch einem Fall hat man fast immer ein Anrecht auf Auszahlung. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor.

Konkret ging es dabei um einen Mann, der im Erbe seines verstorbenen Vaters 2007 ein Sparbuch entdeckte, auf dem seit dem Jahr 1959 nichts mehr passiert war und das ein Guthaben von 106.000 DM aufwies. Der gl√ľckliche Erbe ging daraufhin sofort zur Bank, doch diese weigerte sich die Echtheit des Dokuments anzuerkennen.

Der Fall landete vor Gericht und die Richter entschieden am Ende zugunsten des Mannes, nachdem ein Gutachter keinen Zweifel an der Echtheit des Sparbuchs hatte. Ob eine solche Beweisurkunde echt sei oder nicht, liege im Verantwortungsbereich der Bank. Entsprechende Unterlagen m√ľssten aufbewahrt und vorgelegt werden, selbst wenn die handelsrechtlichen Aufbewahrungsfristen bereits abgelaufen seien. Zudem k√∂nnten Unterschriften von damaligen Mitarbeitern nicht einfach bestritten werden. Weder der Anspruch auf Auskunft noch die Sparbuchforderung seien dar√ľberhinaus verj√§hrt.

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