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Missbrauch von Kreditkarten: Bank in der Beweispflicht

cc by flickr/ MoneyBlogNewz

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Wohl fast jeder Besitzer einer ec- oder einer Kreditkarte ist sich der Risiken eines Missbrauchs inzwischen absolut bewusst. Leider kann dies immer mal passieren. Verh√§lt man sich richtig, so erstattet einem die Bank oder der Kreditkarten-Anbieter das Geld normalerweise anstandslos zur√ľck. Doch wie sieht dies bei echten H√§rtef√§llen aus?

Laut einem Urteil des Amtsgerichts M√ľnchen ist die Bank stets in der Beweispflicht. Das hei√üt sie muss genau darlegen, dass der Kunde selbst f√ľr den Missbrauch verantwortlich ist oder die angeblich falschen Abbuchungen selbst vom Kartenbesitzer get√§tigt wurden. Kann die Bank dies nicht beweisen, so muss sie die Betr√§ge erstatten.

In dem konkreten Fall ging es um eine Frau, die mit ihrer Bank einen MasterCard-Vertrag abgeschlossen hatte. Nach kurzer Zeit stellte sie fest, dass von ihrem Konto Betr√§ge abgebucht wurden, f√ľr die sie selbst nicht verantwortlich war. Sie lie√ü die Karte sperren, bekam die Betr√§ge von der Bank zur√ľck und beantragte eine neue Karte. Zudem lie√ü sie ihren Computer auf Viren √ľberpr√ľfen. Doch auch bei der zweiten Karte gingen die falschen Abbuchungen weiter. Die Kundin erhielt eine dritte Karte und als auch hier die fehlerhaften Abbuchungen nicht aufh√∂rten, weigerte sich die Bank die vollen Betr√§ge zu erstatten.

Das Institut verd√§chtigte nun die Kundin selbst und zahlte lediglich rund 57 Euro zur√ľck. Auf den restlichen √ľber 700 Euro blieb die Frau sitzen und klagte daraufhin. Am Ende gaben ihr die Richter Recht, denn die Bank konnte nicht genau beweisen, dass die Kundin f√ľr die falschen Abbuchungen verantwortlich war.

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