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Erbengemeinschaft: Mehrheit bei Erbanteil kann entscheidend sein

cc by flickr/ Images_of_Money

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In unzähligen Erbengemeinschaften kommt es zu Streit. Ein Grund ist oft auch, dass einzelne Erben die Entscheidungen der anderen blockieren. In diesem Zusammenhang hat nun das Oberlandesgericht Brandenburg ein interessantes Urteil gefällt, auf das die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist.

In dem konkreten Fall bestand die Erbengemeinschaft aus zehn Personen, wobei sich drei Viertel des gesamten Erbes auf drei Erben verteilte. Diese drei, die also die deutliche Mehrheit bei den Erbanteilen hatten, wollten das Spar- und das Girokonto der Verstorbenen k√ľndigen um das Geld bei einer anderen Bank zu h√∂heren Zinsen anzulegen.

Das Geldinstitut erkannte die K√ľndigung jedoch nicht an und begr√ľndete dies damit, dass nicht die gesamte Erbengemeinschaft die K√ľndigung veranlasst habe. Die Richter entschieden am Ende, dass in solch einem Fall eine erforderliche Stimmenmehrheit unter den Erben reiche. Diese richte sich nicht nach der Anzahl der Personen, sondern nach der Gr√∂√üe der Erbanteile. Grunds√§tzlich k√∂nnen Vertr√§ge auch weiterhin nur einstimmig gek√ľndigt werden, es bestehe jedoch eine Ausnahme, wenn die durch die Mehrheit entschiedene Handlung eine Ma√ünahme ordnungsgem√§√üer Nachlassverwaltung darstelle.

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  1. Instyle
    21. Dezember 2012, 17:46 | #1

    VOrab klären ist immern och die beste Methode und dann auch immer einen Fachmann zu rate ziehen.
    Gr√ľ√üe,
    Simon von Erbanteil

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