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Stiftung Warentest: Einige Banken verweigern Auskunft √ľber Dispozinsen

cc by flickr/ micora

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Seit langer Zeit monieren Verbrauchersch√ľtzer, dass die Dispozinsen in Deutschland viel zu hoch sind. Nach einer neuen Untersuchung verlangen die Banken im Schnitt 11,76 Prozent f√ľr die einger√§umte √úberziehung des Girokontos. Dies stehe immer noch in keinem Verh√§ltnis. Besonders fiel den Testern jedoch negativ auf, dass offenbar viele Banken sich weigerten Auskunft √ľber die H√∂he der verlangten Dispozinsen zu geben!

Als Begr√ľndungen bekamen die Experten der Stiftung Warentest zum Beispiel zu h√∂ren, dass man Angst vor unwahren Aussagen der Konkurrenz habe und man selbst dann als zu teuer dastehe oder, dass die Stiftung Warentest nicht gut mit den Banken ‚Äěumgehe‚Äú. Die Stichproben konnten die Tester nur machen, da freie Mitarbeiter die H√∂he der Dispozinsen nachschauten.

Es gebe jedoch auch positive Beispiele von Geldinstituten, bei denen die Dispozinsen im gr√ľnen Bereich liegen, wie beispielsweise die VR-Bank Uckermark-Randow mit 4,50 Prozent oder die Deutsche Skatbank mit 5,25 Prozent. Zudem weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass Banken mit dem Begriff ‚Äěeinger√§umte √úberziehung‚Äú den Dispokredit meinen, wohingegen die ‚Äěgeduldete √úberziehung‚Äú die √úberziehung √ľber den Dispo hinaus bezeichnet, was in der Regel noch einmal satte vier bis sechs Prozent teurer ist!

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  1. M. Pranke
    26. Oktober 2012, 12:09 | #1

    Endlich k√ľmmert sich jemand um Transparenz und Gerechtigkeit bzgl. der Zinserhebung bei √úberziehung der Girokonten. Bravo. Hoffentlich kommt dabei ein gerechter Konsens zum Tragen. Denn meist spielen bei einer √úberziehung des Kontos pers√∂nliche wirtschaftliche Engp√§sse eine gro√üe Rolle und die zu zahlenden Zinsen verst√§rken diesen Druck um so mehr. Vielleicht wird der Teufelskreis durchbrochen, ohne dass Banken und Kunden einen wirtschaftlich all zu gro√üen Nachteil erfahren.

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