Home > Marketing > „Werbegeschädigte“ ziehen vor Gericht

„Werbegeschädigte“ ziehen vor Gericht

cc by wikimedia/ Rami Tarawneh

cc by wikimedia/ Rami Tarawneh

Millionen Deutsche finden tagtäglich in ihren Briefkästen Massen an Werbung. Selbst ein entsprechender Aufkleber wie „Werbung, nein danke!“ hilft nicht in allen Fällen. Vor gut einem Jahr machte ein Anwalt aus Lüneburg Schlagzeilen, indem er sich erfolgreich vor Gericht gegen bestimmte Werbesendungen wehrte, denen er im Vorfeld bereits widersprochen hatte.

Die Deutsche Post habe seine Einsprüche ignoriert. Zudem wollte er keinen Aufkleber gegen Werbung an seinem Briefkasten anbringen, da er selbst bestimmen wolle, von wem er Werbung bekommt und von wem nicht. So entschied das Landgericht Lüneburg zu seinen Gunsten und erklärte, dass Postwurfsendungen gegen den Willen des Empfängers eine unzumutbare Belästigung sowie einen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung darstellen.

Nach diesem Urteil wollten es einige „Werbegeschädigte“ dem Anwalt gleich tun und ließen sich von ihm direkt vor Gericht vertreten. Dazu gehörte auch ein Mann aus Bremen, der nun von der Post eine Strafzahlung in Höhe von 2.000 Euro erhielt, da diese weiterhin Werbesendungen zustellte.

Marketing , ,

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks