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Unfallflucht: Zahlt die Kfz-Versicherung generell nicht?

cc by wikimedia/ Thue

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Wer einen Unfall mit dem Auto verursacht, darf sich danach auf keinen Fall unerlaubt vom Unfallort entfernen und muss seine Personalien hinterlassen. Geschieht dies nicht, spricht man bekannterma√üen von Fahrerflucht. Bei solch einem Verhalten kann man auch nicht damit rechnen, dass die Kfz-Versicherung f√ľr den Schaden aufkommt. Wie sieht es jedoch aus, wenn man zum Beispiel den ADAC und die Versicherung informiert, aber nicht die Polizei und den Gesch√§digten? Mit dieser Fragestellung hat sich der Bundesgerichtshof besch√§ftigt.

Im konkreten Fall fuhr ein Mann gegen einen Baum, weil er nach eigenen Angaben einem Reh ausgewichen war. Dabei wurde sowohl der Baum als auch der Wagen schwer besch√§digt. Der Betroffene rief daraufhin den ADAC an, wartete vor Ort, bis sein Auto abgeschleppt wurde und sagte auch seiner Versicherung Bescheid. Jedoch meldete er den Unfall weder bei der Polizei noch beim Gesch√§digten, in diesem Fall dem Stra√üenverkehrsamt, das zust√§ndig f√ľr den besch√§digten Baum war.

Seine Kaskoversicherung weigerte sich den Schaden in H√∂he von mehr als 27.000 Euro zu begleichen, da der Mann gegen ‚ÄěAufkl√§rungsobliegenheiten‚Äú versto√üen, indem er nicht die Polizei rief, und damit Fahrerflucht begangen habe. Die Richter des BGH sahen dies anders: Nat√ľrlich sei ‚Äěunerlaubtes Entfernen vom Unfallort‚Äú strafbar, jedoch bedeute dies nicht, dass damit automatisch die Kfz-Versicherung nicht zahlen muss. In diesem Fall reiche das rechtzeitige Informieren der Versicherung unter Umst√§nden aus.

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