Home > Versicherung > Verschreibungsfreie Medikamente: Krankenkasse muss nicht zahlen

Verschreibungsfreie Medikamente: Krankenkasse muss nicht zahlen

cc by flickr/ Fillmore Photography

cc by flickr/ Fillmore Photography

Ob ein Medikament verschreibungspflichtig ist oder nicht, dar√ľber wird in erster Linie nach der Sicherheit des Arzneimittels entschieden. So kommt es jedoch vor, dass ein Medikament freiverk√§uflich ist und trotzdem f√ľr eine gewisse Therapie geeignet und wichtig ist. In solch einem Fall ist die Krankenkasse nicht dazu verpflichtet, die Kosten f√ľr das Medikament zu √ľbernehmen, wie das Bundesverfassungsgericht entschied.

Konkret ging es in dem Fall um einen Mann, der an einer chronischen Atemwegserkrankung litt. Sein Hausarzt behandelte dies mit einem schleimlösenden Medikament, das fast 30 Euro im Monat kostete, seit dem Jahr 2004 aber nicht mehr im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten ist. Trotz ärztlicher Verschreibung lehnte daher die Kasse die Übernahme der Arzneimittelkosten ab.

Der Mann bekam in keiner der Instanzen Recht und seine Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen. F√ľr die Richter des Bundesverfassungsgerichts sei es mit dem Grundgesetz vereinbar, dass Kassen verschreibungsfreie Medikamente aus dem Leistungskatalog ausschlie√üen. Zumutbare Eigenleistungen k√∂nne man auf die Versicherten √ľbertragen. In diesem Fall lag offenbar auch kein sozialer H√§rtefall vor.

Versicherung , , ,

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks