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Lehman-Geschädigte: Klage gegen S&P möglich

cc by flickr/ Images_of_Money

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Nach wie vor gelten f√ľr viele Experten die Ratingagenturen als treibende Kraft in der Finanzkrise. Diese weisen jedoch auf der anderen Seite alle Schuld von sich und waren hierzulande bisher unangreifbar. Nun gibt es zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer f√ľr betroffene Anleger, denn der Bundesgerichtshof entschied, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) von Lehman-Opfern grunds√§tzlich verklagt werden kann.

In dem konkreten Fall ging es um einen Rentner, der Lehman-Zertifikate erworben und sich dabei auf die bis zum Schluss positiven Bewertungen von S&P verlassen hatte. Bekanntermaßen waren diese Papiere später wertlos und zahlreiche Anleger verloren ihr Geld. Der Kläger forderte aufgrund der bis zuletzt positiven Bewertungen von S&P Schadenersatz in Höhe von 30.000 Euro.

Der BGH legte nun jedoch erst generell fest, dass S&P von deutschen Staatsb√ľrgern √ľberhaupt verklagt werden kann. √úber den Schadenersatz muss noch entschieden werden. Auf der einen Seite macht dies den Weg frei f√ľr zahlreiche Schadenersatzklagen gegen Ratingagenturen, auf der anderen Seite sagt der Beschluss nichts √ľber die Erfolgschancen aus und wie die Lage f√ľr viele Gesch√§digte konkret aussieht. S&P weist jegliche Schuld weiter von sich und beharrt darauf nur Meinungen zu verbreiten, nach denen man sich richten k√∂nne oder nicht.

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