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Versicherung: Gesundheitsfragen stets korrekt beantworten!

cc by flickr/ Sander van der Wel

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Wer zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, der muss im Vorfeld einige Gesundheitsfragen beantworten. Diese sollten Verbraucher auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und sie so korrekt und gewissenhaft wie möglich beantworten, denn sonst riskiert man im Ernstfall seine Versicherungsleistungen. Immer wieder kommt es zu solchen Streifällen wie beispielsweise vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe.

In dem konkreten Fall hatte ein Bauschlosser und Lagerarbeiter 2001 eine Berufsunf√§higkeitsversicherung abgeschlossen. Bei den Gesundheitsfragen gab er jedoch an, dass er in den letzten 10 Jahren an keiner Krankheit, gesundheitlichen St√∂rung oder an anderen Beschwerden gelitten hat. Er gab bei den Arztbesuchen lediglich eine Behandlung von ‚ÄěAngina‚Äú an.

Tats√§chlich wurde er w√§hrend der 1990er Jahre jedoch mehrfach wegen durchaus ernster Beschwerden behandelt, dazu geh√∂rten unter anderem Schulterbeschwerden, ein Hexenschuss, eine Bindehautentz√ľndung, eine H√§morrhoidalthrombose sowie die Behandlung aufgrund eines festgestellten Belastungssyndroms.

Als er 2011 wegen Berufsunf√§higkeit Leistungen aus der Versicherung beantragte, kamen all diese Erkrankungen und Beschwerden bei der Pr√ľfung heraus und die Auszahlung der Rente wurde abgelehnt. Die Richter sahen dies am Ende genauso wie der Versicherer: Das Verhalten des Mannes l√§ge den Verdacht auf arglistige T√§uschung nahe. Das Argument, dass dieser sich nicht mehr an die Krankheiten erinnern k√∂nne, wurde so nicht akzeptiert.

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